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Der Zweite Weltkrieg




B-17 Flying Fortress

Reichsarbeitsdienst


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das Reichsarbeitsdienstlager (RAD) bei Tannheim

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Besprechung der Lagerleitung des RAD
bei Tannheim / Kienzen

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Gruppenfoto vor dem Gasthof Goldenes Lamm (vielleicht im Zuge des Anschluss Österreichs?)
Die Organisation des Reichsarbeitsdiensts wurde ab Mitte Juni 1935 verpflichtend eingeführt und zum größten Teil zu gemeinnützigen Arbeiten herangezogen: "...alle jungen Deutschen beiderlei Geschlechts sind verpflichtet, ihrem Volk im Reichsarbeitsdienst zu dienen..."
Dieser Dienst war zunächst nur jungen Männern auferlegt, welche dazu für sechs Monate einberufen wurden. Bei Beginn des Zweiten Weltkrieges wurde der Reichsarbeitsdienst aber auch auf die weibliche Jugend ausgedehnt.

Im Außerfern befand sich ein solches Lager in Tannheim, zwischen den Fraktionen Berg und Innergschwend.

Gebirgsjägerregiment 99


Das Gebirgsjägerregiment 99 wurde im Oktober 1935 aufgestellt und in der Folgezeit an unterschiedlichen Standorten in Süddeutschland (Baden-Württemberg und Bayern) stationiert. Im Oktober 1936 erfolgte die Verlegung nach Füssen, aber erst im März 1938 rückte das 99. Regiment direkt an die deutsch-österreichische Grenze vor um die Besetzung Österreichs vorzubereiten. Der Einmarsch verlief jedoch friedlich und so gestaltete sich der Marsch über Hallein nach Wien als Formsache. Ab 1. April erfolgte die Rückverlegung von Wien in die vorhergegangenen Stützpunkte im süddeutschen Raum und am 9. April wird das Regiment der 1. Gebirgs-Division unterstellt.

Bomber-Absturz


Am 22. Januar 1944 stürzte ein Bomber der Alliierten Luftstreitkräfte im Bereich des Kreuzkarsees nahe Hinterhornbach ab. Eine Bergung der Mannschaft sowie der Maschine konnte in dem steilen Felsterrain nicht durchgeführt werden.
Noch heute sind Teile der Maschine in dem kleinen Kreuzkarsee zu sehen, da diese im Laufe der Jahre vom Wandfuß durch die Witterungseinflüsse (Schnee) und dem natürlichen Erosionsprozess das Kar hinab in den See verfrachtet wurden.

Luftkampf über dem Außerfern



Propeller der B24 Liberator, welche etwa 200 m nördlich der Lermooser Kirche in das Moos stürzte
Am 3. August 1944 wurde über dem Ehrwalder Becken die größte Luftschlacht Tirols ausgefochten. Dabei griffen zahlreiche deutsche Jagdflieger von Westen kommende amerikanische Bomber an und brachten mehrere davon zum Absturz. Einer stürzt am Ortsrand von Lermoos in das Moos, 4 Maschinen gehen im Gemeindegebiet von Biberwier nieder (Wampeter Schrofen, Wannig, südöstlich von Biberwier, Brendlkar) und 1 Bomber zerschellt im Bereich der Ehrwalder Alm.

Aus den Maschinen wurden insgesamt 16 lebende und 14 tote Besatzungsmitglieder geborgen. Aber auch auf deutscher Seite gab es zahlreiche Abstürze von Jagdfliegern wie etwa in Berwang, Ehenbichl, am Grubigstein (Biberwier), Martinau (Elmen), Stanzach und der Tuftlalm bei Lermoos.

Am 22. Februar 1945 wird dann der Bezirkshauptort Reutte von einem Bombenangriff heimgesucht, welcher acht Opfer aus der Zivilbevölkerung fordert und mehrere Häuser im Bereich des Bahnhofes stark beschädigt oder zur Gänze zerstört.



Tirol rückt ins Zentrum des Befreiungskampfes der Alliierten


Es war ein Bericht des Schweizer Geheimdienstes, welcher die Alliierten Streitkräfte aufhorchen ließ und den Kriegsschauplatz endgültig in unsere Region verlegte. Darin war zu lesen, dass die nationalsozialistische Führungsschicht vorhabe sich im Falle eines Zusammenbruches der deutschen Abwehr mitsamt den SS-Truppen in die Berge Tirols oder des Allgäus zurückzuziehen um sich dort einzuigeln und einen erbitterten Kampf zu führen. Tatsächlich spielte Franz Hofer, der Gauleiter von Tirol-Vorarlberg, mit dem Gedanken eine "Alpenfestung" im schweizerischen Stil zu errichten.

Im November 1944 verfasste er zu diesem Zweck ein Memorandum, welches er mit der Bitte um sofortige Weiterleitung an Adolf Hitler an die Reichsleitung schickte. Martin Bormann, der Sekretär des Führers, behielt dieses Schreiben aber offenbar vorerst zurück. Erst Anfang April 1945 wurde Hofer für die Erläuterung seines Schreibens zu Hitler zitiert.

Zu diesem Zeitpunkt war aber durch den Oberbefehlshaber der amerikanischen Streitkräfte Tirol bereits zum Primärziel erklärt worden. Sofort nach Überqueren des Rheins steuerten schlagkräftige Divisionen gegen Süden, hin zu den Alpen. Gauleiter Hofer gab den Befehl die Gaugrenzen abzuschotten und es wurden zahlreiche Panzersperren errichtet. Im Außerfern befanden sich diese in Vils und am Fernpass im Bereich des Blindsees, sowie in Grän. Um den Vormarsch der Amerikaner aufzuhalten wurde von der Wehrmacht sogar die damalige Gemstalbrücke am Gaichtpass sowie die Lechbrücke bei Lechaschau gesprengt.

Außenstelle KZ Dachau


1944 befanden sich im Hotel Forelle und dem Hotel Ammerwald Außenstellen des KZ Dachau. In diesen Außenstellen wurden vorwiegend Häftlinge aus höheren Kreisen interniert. Bei Kriegsende wurden die gefangen gehaltenen Personen durch die amerikanische Armee befreit. Kurz zuvor konnten bereits einige französische Kriegsgefangene, nachdem die Soldaten der SS die Flucht ergriffen hatten, die Lager am Plansee übernehmen.

Nach dem Krieg


Bei Vils stürzt am 16. Juli 1945 eine B-17 Flying Fortress der 94th Bomb Group (410th Bomb Squadron) mit der Kennung 44-8149 während eines Frachtfluges ab und zerschellt an einer Felswand. Alle sieben Besatzungsmitglieder kommen dabei ums Leben, die Leichen werden in den darauf folgenden Tagen mit Hilfe einheimischer Kräfte durch die US-Army geborgen und abtransportiert.
Bemerkenswert an diesem Vorfall ist, dass das Unglück oder die Arbeiten in der Folgezeit in keinem Zeitungsartikel oder sonst einem zeitgenössischen Text auftauchen.



Aluminum Overcast.1
Flying Fortress B17-G - © Bzuk via Wikimedia Commons
verstorbene Besatzungsmitglieder

Rolland Catton
Wayne Dutler (Corporal)
Leonard Ehlers
Lawrence Foley (Lieutenant)
Russell O'Rourke (Sergeant)
Walter Sutherland (First Lieutenant | Pilot)
Walter Trout (Lieutenant)

Quellen:





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