Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


Chronikeinträge in denen der Begriff Namlos vorkommt Ich möchte lieber die ganze Chronik erkunden!




1286keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Meinhard II., Graf von Tirol und Görz, wird von König Rudolf I. zum Reichsfürsten erhoben

Namlos wird erstmalig in einer Urkunde erwähnt

Vermutliche Erhebung Füssens zur Stadt



1427keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Bach wird erstmals urkundlich erwähnt

Der Ort Namlos wird der Gemeinde Berwang unterstellt



1430keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Berwang und Namlos werden dem Gericht Ehrenberg einverleibt



1563keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In Nassereith treten vermehrt "Sterbläuf" (Pestvorfälle) auf, woraufhin das öffentliche Leben in weiten Teilen eingeschränkt wird. Kirchtage und Tanzveranstaltungen werden verboten. Auch in Namlos wird von 7 Toten berichtet. Die "Sterbhut" an der Klause Ehrenberg wird verstärkt

Durch den Bischof von Augsburg kommt es zur Zustimmung einer Fischordnung am Plan- und Heiterwanger See



1568keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Der Rauschhandel wird durch eine Befehlsabschrift Erzherzog Ferdinands geregelt. Ausländern ist der Rauschhandel verboten

Durch die Klausen und Holztrift von Fallerschein durch das Namloser Tal entstanden zahlreiche Sach- und Flurschäden entlang der Strecke. Die Holzarbeiten wurden ursprünglich durch die Holzherren der Stadt Augsburg in Auftrag gegeben, weshalb sie die entstandenen Schäden abzugelten hatten



1872keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im Januar erlangen die Käserei-Genossenschaft Jungholz Gold und die Alp-Genossenschaft Tannheim Silber als Staatspreis für Käserei-Genossenschaften des Ackerbauministeriums

Hochwasser am Namlosbach, dabei kommt es in Namlos und Stanzach zu Überschwemmungen

In Schattwald wird eine Mädchenschule errichtet

Am 7. oder 8. August erschütterte ein Erdbeben den Raum Reutte



1910keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein Sturm fegt am 19. Jänner über Reutte und den Raum Füssen hinweg. Zahlreiche Stromleitungen werden dabei unterbrochen und der Strom fließt erst mehrere Stunden später wieder

Am 22. Jänner geht in den Gazetten die Meldung ein, dass aufgrund des starken Schneefalls die Verbindungswege im Bezirk großteils unterbrochen sind. Am Blindsee hat eine Lawine die Fernpassstraßentrasse verlegt

Ende Jänner wird ein Komet am Abendhimmel über dem Außerfern beobachtet. Ende Mai zeigt sich dann auch der Halleysche Komet über der nordwestlichen Ecke Tirols

Vom Plansee wird berichtet, dass sich der im Vorjahr errichtete Kanal für die Schifffahrt als unbrauchbar erwiesen hat. Den ganzen Mai über kam es nochmalig zu Arbeiten an dem Verbindungskanal, sodass ab dem 1. Juni die Dampfschiffe planmäßig auf den beiden Seen verkehren können

Am 1. Juni eröffnet der Bergführer Fritz Mossauer das direkt am Vilsalpsee gelegene und neu errichtete Unterkunfts- und Schutzhaus 'Schäfhütte'

Mitte Juni (13. bis 15.) Hochwasserkatastrophe im Außerfern und am Lech, welche ein Todesopfer (in Holzgau wird eine Frau vom Höhenbach mitgerissen und ertrinkt) fordert. Auch im Tannheimer Tal gibt es große Schäden in den Dörfern und auf den Feldern. Die Straßenverbindung ist großteils unterbrochen und nur mit Mühe kann der Damm der Vils gehalten werden. Im Ehrwalder Becken sind große Teile der Straßen überflutet. Als Folge gibt es häufig Missernten bei den Kartoffeln, was den Kartoffelpreis in die Höhe treibt. Dort wo die Verheerungen am größten sind wird das Militär zur Beseitigung der Schäden hinzu gerufen

Bei Pinswang wird der aus Eisenschienen gefertigte Steg von den Lechfluten fortgerissen

Erdbeben in Bichlbach (5.0)

Der Reichsstraßenbau im Bereich von Ehrwald kommt lediglich langsam voran. Die geplanten Vorarbeiten zum Bau der neuen Trasse der Mittenwaldbahn geraten dadurch ebenfalls ins Stocken

Die Stuttgarter Hütte (AV Sektion Schwaben) wird am 1. August feierlich eröffnet

Am 9. August zieht abends ein Gewitter über dem Reuttener Talkessel auf. In Wängle brennt nach einem Blitzschlag ein bäuerliches Anwesen komplett ab, wobei sämtliches Mobiliar und eine Kuh ein Raub der Flammen werden

Die Ortsgruppe München des Touristenvereines "Die Naturfreunde" erwirbt im August die Musauer Alm

In den Sommermonaten wird der schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten eingestellte Bergbau im Teges- und Gafleintal durch eine deutsche Bergwerks-Gesellschaft wieder aufgenommen

Das Edelweiß wird unter Schutz gestellt

Im November bewilligt der Verkehrsausschuss einen Teil der Geldmittel für die Ausbesserungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Lechtaler Konkurrenzstraße

Am 19. Dezember tagt eine Notstandskommission im Lechtal, mit dem Ziel die wirtschaftlichen Verhältnisse im Bezirk etwas zu heben. Vor allem die Landwirtschaft und und der Handel mit Vieh war einer der drängendsten Punkte. Weiters wurde verlangt: Unterstützung bei der Eigenproduktion von Nahrungsmitteln, bei der Alpwirtschaft, eine Erleichterung der Militärpflicht zum Erhalt der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, Bekämpfung der Landflucht, Unterstützung bei der Lechregulierung, Verstaatlichung der Lechtalerstraße, Straßenverbesserungen speziell in den Seitentälern



1923keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ganz Europa befindet sich in einer Wirtschafts- als auch Versorgungskrise

In der Kleinmünchner Baumwollspinnerei bricht am 2. März ein Feuer aus und zerstört dabei eine große Menge an Rohbaumwolle sowie Teile des Gebäudes. Zunächst wird von einer Selbstentzündung ausgegangen, tatsächlich hatte ein Jugendlicher aus Leichtsinn im Zuge einer Mutprobe ein Streichholz entzündet und in Richtung des Baumwollstockes geworfen. Der daraus folgende Brand verursachte einen Schaden von 440 Millionen Kronen und gefährdete die bei den Brandereignis anwesenden Personen schwer

Am 15. August geht ein von der Imster Ochsenalpe kommendes Hochwetter über Namlos nieder, ein solches "Namlos schon seit Menschengedenken nicht mehr erlebt hat. Haushohe Wellen stürmten daher und im Augenblicke war die Brücke verschwunden, vom Wildbach fortgerissen. Alle Einwohner waren auf den Beinen um abzuwehren und Vorsichtsmaßregeln zu treffen. Bäume wurden gefällt, um das Ausbrechen des wilden Gewässers zu verhindern"

Am 16. August stürzt die Brücke bei Stockach während der Nachtstunden ein, noch am Tag zuvor herrschte auf ihr ein lebhaftes Treiben und mehrere Fahrzeuge sind über die Holzbrücke gefahren

Die Gimpelalpe wird neu errichtet

In Reutte besteht die Glockengießerei Adler & Hahn

Gegen Ende des Jahres wird bei Häselgehr an der Lechregulierung gearbeitet



1924keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ausferner Bote vom 3. Jänner 1924
"Häselgehr. (Dunkle Weihnachten.) Infolge der katastrophalen Schneefälle und durch die Lawinenabgänge im Gramaisertale wurde der Otterbach, der dem Elektrizitätswerk das Wasser liefert, 3 Tage hindurch oft 4-5 Stunden an einem Tage total abgesperrt. Durch die ungeheuren Stauungen des Wassers wurden die Schneemassen in der Gramaiserschlucht in eine Schneesulze verwandelt und brachen damm mit furchtbarer Gewalt nach Häselgehr durch. Dieses Schauspiel der Natur wissen die ältesten Leute nie und sollte es für Erbauer von Kraftanlagen an Wildbächen eine Warnung sein."

Derselbe Schneefall verursachte auch eine Lawine im Gartnertal bei Lermoos. Die gerade erst neu errichteten Hütten und einige Heustadel wurden weggerissen

Bei Weißenbach wird der Lech reguliert

Am 16. März werden die Bewohner von Vils durch die Sturmglocke aus dem Schlaf gerissen. Das Sägewerk des Herrn Triendl Franz steht in Flammen. Trotz der rasch herbeigeeilten Feuerwehr kann die Säge nicht gerettet werden

Mord-Alarm Mitte Juni in Stanzach: Ein 65-jähriger Stanzacher ermordet die 19-jährige Wirtschäfterin Maria Berwanger aus Grießau brutal. Einige Tage später findet man den Mörder in der Nähe von Namlos erhängt auf

Ein Blitzschlag zerstört die etwa 300 Jahre alte Linde in der Nähe der Kirche von Ehrwald

Vom 31. Juli wird berichtet: 'Es gießt unendlicher Regen herab, von den Bergen stürzen die Bäche. Der Lech und seine Zuflüsse schwollen gewaltig an. Ersterer hat bei Holzgau die Brücke weggerissen und bei Grießau die Straße angebrochen. Bei Bach ging eine Mure über die Straße nieder. Eine Menge Holz treibt durchs Tal hinab. Auch der Hornbach hat Brücken weggerissen und das Getöse der Steinmassen, die er talauswärts rollte, übertönte das Rauschen des Regens. Der Rotlech trug eine ertrunkene Kalbin in den Lech hinaus.'

In Elbigenalp wird das Schulhaus saniert

Der Jagdpächter Carl Schwenk aus Ulm lässt die Hängebrücke bei Forchach errichten, um seine Reviere beiderseits des Lechs zu verbinden

Die DAV-Sektion Regensburg fasst einen Hüttenbau am Roßkarsee bei Gramais ins Auge: "…eine Gruppe der Sektion Regensburg befand sich auf der Suche nach dem Standplatz der geplanten Regensburger Hütte, die an Stelle der von den Welschen geraubten (Geislergruppe) nunmehr im Roßkar (Lechtaler Alpen) errichtet werden soll. Der Standort dürfte die Hütte zur schönstgelegenen der Lechtaler Hütten machen…".
Darüber hinaus soll die Hütte ganzjährig bewirtschaftet werden, um das "herrliche Skigebiet [im Bereich des Roßkares] zu öffnen"

Wegen der grassierenden Maul- und Klauenseuche wird bereits im Juli das gesamte Gebiet um Warth, Gehren und Lechleiten für den Touristenverkehr gesperrt. Auch der Übergang über den Schrofenpass ist verboten

aus: Innsbrucker Nachrichten vom 2. August 1924


Am 1. Oktober wird das neue Geläute (Kirchenglocken) der Firma Graßmayr in Innsbruck eingeweiht

Der Tannheimer Bürgermeister Bernhard errichtet die erste Dampfbäckerei des Bezirkes

In der Vilser Sennerei werden 4 neue Lehrlinge (Lehrsennerei) zugelassen

Die Sektion Stuttgart des D.u.Oe.A.V. lässt die von der Sektion Holzgau in ihren Besitz übernommene Simmshütte am Fuße der Wetterspitze von Grund auf sanieren

Die Fremdenverkehrs-Saison nimmt einen sehr günstigen Verlauf und die Verschönerungsvereine nehmen Fahrt auf

Im November werden in mehreren Häusern von Vils Fälle von Diphterie bekannt. Um eine Ausbreitung zu verhindern wird die Schule geschlossen

In Biberwier ist eine Zündhölzchen-Fabrikation in Betrieb



1930keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
In Tannheim führt die Vils am 14. und 15. Mai Hochwasser und tritt über die Ufer. Viele Felder und Wiesen werden mit Geröll und Geschiebe verlegt und auch die Straße ist zeitweise unpassierbar. Bei Wängle droht der Leinbach schwere Vermurungen und Schäden durch den Übertritt des Baches davon zu tragen. Zahlreiche Helfer aus den umliegenden Gemeinden können jedoch das Schlimmste verhindern

Auch im Planseegebiet kommt es zu Vermurungen. Straßen werden verschüttet und eine Brücke weggerissen

Am 6. Juli gibt es in Tannheim am Kienzerlebach größere Hochwasserschäden. In Musau führt der Sababach Hochwasser

Ein Skelettfund bei Mitteregg beschäftigt die Ermittler im August. Eine zunächst unbekannte Person, man vermutete einen sächsischen Wanderarbeiter, wird etwa ein Jahr zuvor durch einen Kopfschuss getötet und seine Leiche einen Abhang hinunter gerollt

Zeitungsartikel Erdbeben Namlos 8. Oktober 1930
Meldung im Tagblatt vom 15. Oktober 1930
Im Lechtal geht am 20. Juli die erste Lastenseilbahn des Tales in Betrieb - sie führt auf die neuerbaute Stablalm bei Elmen

Das Luftschiff 'Graf Zeppelin' überfliegt am 10. September das Tannheimer Tal

Die Nebelhornbahn wird nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht

Am 8. Oktober ereignet sich ein Erdbeben der Stärke 5,3 nach der Richter-Skala. Das Epizentrum liegt bei Namlos. Beinahe alle Häuser des Ortes werden beschädigt (siehe Zeitungsausschnitt rechts).
Vermutlich als Folgeerscheinung des Bebens stürzte, als die Gläubigen aus der Tannheimer Pfarrkirche zur Erntedankprozession ausgezogen waren, die über 60 Zentner schwere Glocke vom Glockenstuhl herab. Verletzt wurde jedoch niemand.
Bei Vils wird durch das Beben der bereits halb verfallene Bergfried von Vilsegg schwer beschädigt und ein gewaltiger Riss klafft in dem Mauerwerk. Ein Unwetter im September 1939 wird schließlich das Zünglein an der Waage sein und Teile des ehemaligen Wohnturms einstürzen lassen

Gramais kommt in den Genuss von elektrischem Strom



1931keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Mitte März türmen sich die Schneemassen teilweise bis zu 3 Meter hoch. Zahlreiche Dächer werden eingedrückt. Im Tannheimer Tal ist der Verkehr zusammengebrochen und das Postauto steuert das Hochtal für mehrere Wochen nicht mehr an. Die Post bringt der Briefträger mit den Skiern

Am 23. März erschüttert ein Erdbeben um 2 Uhr morgens das Gebiet um Berwang/Namlos

In Tannheim findet am 12. Juli die Erstaufführung des Andreas-Hofer-Spieles in einem eigens errichteten Freiluft-Theater statt

Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 4. August 1931
Am 1. August schlug der Blitz in eine Heuhütte nordwestlich von Häselgehr ein und tötete hiebei drei Männer, und zwar den Bauer Josef Lämmle aus
Griesenau, Vater von drei Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren, den Bauern Emanuel Lang, Vater von fünf Kindern im Alter van drei bis elf Jahren, und den Bauern Franz Berwanger, ebenfalls aus Greisenau, Vater von drei erwachsenen Kindern. Ferner wurden durch den Blitz noch der 38jährige Franz Berwanger jun. und die 20jährige Agnes Berwanger verletzt oder betäubt. Eine unter der Leitung des Gendarmeriepostens Häselgehr stehende Rettungsexpedition brachte alle Genannten zu Tal.
Von anderer Seite wird uns aus Häselgehr berichtet: Am 1. des Monats ging über das Gebiet von Häselgehr ein schweres Gewitter nieder. Auf den Hochbergwiesen, Häselgehrer Bleisen genannt, hatten sieben Personen in einer gemauerten Hütte Unterstand gesucht.
80 Meter davon entfernt befanden sich in einem Zelt die Brüder Singer, die beobachteten, wie ein Blitz in die Mitte der Ortschaft Häselgehr niederfuhr, wo tatsächlich im Gasthof

In Elmen errichten die beiden Brüder Scheiber ein Säge- sowie Elektrizitätswerk

Die Fremdenverkehrszahlen brechen massiv ein und beinahe sämtliche Gästebetten bleiben leer

Auch die Bauernschaft sieht sich in einer misslichen Lage. Am 15. November findet eine Großversammlung der Außerferner Bauern in Reutte statt. Dort berichten sie von ihren Problemen und Nöten und stellen einen Forderungskatalog um Vergünstigungen und Steuersenkungen zusammen

Am 16. Dezember kommt es im Gerichtsgebäude in Reutte zu einem Brand. Dabei werden die oberen Stockwerke vom Feuer zerstört. In die unteren Räumlichkeiten dringt eine Unmenge an Wasser ein, ja es sickert sogar durch das starke Gewölbe in das Parterre



1933keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 21. und 22. Jänner werden in Reutte die Tiroler Skimeisterschaften ausgetragen

Im Sinne einer Queralpenstraße von Salzburg nach Basel wird der nicht neue Plan einer Verbindungs-Pass-Straße zwischen dem Schloss Linderhof und Füssen erneut angedacht und erste Kredite bewilligt

Die Tausend-Mark-Sperre des Hitler-Regimes bringt den gerade erst aufblühenden Fremdenverkehr gänzlich zum Erliegen

Anfang Juni formieren sich erste Heimatwehrortsgruppen in den Außerferner Gemeinden

Zwischen Lechaschau und Pinswang ist der Freiwillige Arbeitsdienst mit der Regulierung des Lechs beschäftigt

Im Bereich von Pinswang, Vils und im mittleren Tannheimer Tal wird ein Schädlingsbefall durch die sogenannte Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa), im Volksmund als Schmotzgrille benannt, verzeichnet. Weite Flächen der Felder sterben hierbei ab, da die Engerlinge der Grillen sämtliche Wurzeln abfressen. Vor allem die angebauten Kartoffeln werden von den Tieren vollständig vernichtet

Am Beginn des November gibt es mehrere Verhaftungen von Nationalsozialisten im Bezirk

Am 8. November ereignet sich ein relativ starkes Erdbeben mit dem Epizentrum im Raum Namlos. In Namlos selbst, bei Vorderhornbach und in Reutte werden zahlreiche Schäden gemeldet

Ende November wird in Fachkreisen die Wiederansiedlung von Steinböcken im Außerfern diskutiert



1935keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Eine Lawine zerstört das Elektrizitätswerk Vorderhornbach

Bei Elmen wird Anfang Februar eine Latschenöl-Brennerei durch eine Lawine zerstört

Am 4. Juni besucht Bundeskanzler Dr. Schuschnigg das Außerfern. Von Reutte aus fährt der Tross in das Tannheimer Tal

Die Stunde vom 28. August 1935

Der Mord bei Reutte


"Wie die „Stunde“ gestern als erstes Blatt ausführlich berichten konnte, hat sich in der Nähe der bayrisch-österreichischen Grenze
[Pflach] ein geheimnisvoller Mord zugetragen, dem ein 22jähriger Arbeitsloser namens Leikermoser zum Opfer gefallen ist. Wie nun die Feststellungen der Innsbrucker Staatspolizei ergeben haben, hatte Leikermoser vergangenen Freitag in der Wohnung eines Innsbrucker Zuckerbäckers in der Mentelgasse Obdach gefunden und war Samstag gegen halb 9 Uhr abends von zwei Burschen, die sich für Kriminalbeamte ausgegeben hatten, aufgesucht worden. Die zwei Fremden hatten Leikermoser offenbar noch im Hause des Zuckerbäckers mit Chloroform betäubt und ihn dann in einem Auto entführt.

Den polizeilichen Feststellungen zufolge scheint Leikermoser an der überstarken Chloroformdosis gestorben zu sein. Seine Leiche war bekanntlich gefesselt und nur mit Hose und Schuhen bekleidet. Das Bezirkspolizeikommissariat Innsbruck führte noch im Laufe der folgenden Nacht die erforderlichen Erhebungen durch und stellte fest, daß zwei der Täter, und zwar der Teppichhändler Erwin Reindl ehemals Bettelheim und der Tapezierer Engelbert Tusch unmittelbar nach der Tat nach Deutschland geflüchtet sind.
Wegen Verdachtes der Vorschubleistung wurden in Innsbruck zwei Personen, und zwar ein Ingenieur und ein Techniker verhaftet."




1949keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 1. Juni ereignet sich auf dem Vilsalpsee ein Bootsunglück. Als die mit dem Hüttenneubau der Vilsalpe beschäftigten Leute abends Feierabend machen, fährt ein Teil der Mannschaft mit einem Boot über den See. Etwa in der Mitte des Sees beginnt das überladene Boot mit Wasser voll zu laufen. Bei dem Versuch eine Wendung gegen das Ufer zu machen kentert das Boot schließlich. Während sich der größte Teil der Leute an das Ufer retten können, bleiben der Maurer Johann Fügenschuh (66 Jahre) und der Landarbeiter Gebhard Haller (22 Jahre) verschwunden. Auch weitere Suchaktionen bleiben erfolglos - womit die beiden ihr nasses Grab am Grund des Vilsalpsees gefunden haben dürften

Der erste Berwanger Skilift wird eröffnet

Die Gemeinde Berwang wird verkleinert. Namlos wird mit Kelmen zu einer eigenständigen Gemeinde erhoben

In den frühen Morgenstunden des 1. Juli kommt es in Vorderhornbach zu einem Brandereignis. Dabei brennen das Haus des Benjamin Lechleitner, sowie das Gemeindehaus bis auf die Grundmauern nieder. Zwei weitere, benachbarte Häuser können gerade noch durch den Einsatz der örtlichen Feuerwehr gerettet werden