Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


Chronikeinträge in denen der Begriff Musau vorkommt Ich möchte lieber die ganze Chronik erkunden!




1218keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
König Friedrich II. bestätigt dem Kloster St. Magnus in Füssen die vollumfängliche Rechtsobrigkeit in der Aschau, welche vom Hof Musau bis zum Hornbach reicht



1449keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 12. Februar heiratet Sigmund (Siegmund), Erzherzog von Österreich und Regent von Tirol, seine erste Gemahlin Eleonore von Schottland

Die Stadt Füssen wird angewiesen einen Weg nach Pinswang zu bauen. Für die Nutzung dieses Abschnittes soll die Stadt dann eine Nutzungsgebühr einheben dürfen. Der Tiroler Landesfürst Sigmund der Münzreiche lässt hingegen die Straße von Pinswang über den Kniepass erneuern

Kaufleute aus Augsburg und Nürnberg legen Beschwerde gegen die Zollstelle zwischen Musau und Vils ein, welche von den Herren von Hohenegg dort betrieben wird



1520keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Lermoos erhält ein Warenlager, auch Ballhaus (Pallhaus) genannt

In den Auen nördlich des Stieglberges bei Pinswang wurde ein Mord verübt, welcher eine genaue Grenzbeschreibung nach sich zog um zu klären, wer hier Recht zu sprechen hatte

Zwischen den Füssenern und den Leuten von Musau kommt es zu einem Vergleich, welcher die Anlage eines etwa ein Meter breiten Steiges für das Vieh von Füssen über die Achsel bis hinauf zur Füssener Alpe im Reintal zur Folge hat



1532keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Der Tiroler Landesfürst Ludwig der Brandenburger verleiht in München an Jacob Freymann und Grimoald dem Drechsel das Recht, im Gericht Landeck, aber auch zu Musau, Pinswang und am Plansee nach Eisen zu schürfen



1540keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Die Salzstraße wird im Bereich des Gaichtpass mit neuer Trassenführung ausgebaut. Auch am Fernpass kommt es zu einer Verlegung der Trasse, da Lawinen den Verkehr gefährden und die Steigung der alten Straße zu viele Vorspannpferde benötigt

Im Frühling und Sommer dieses Jahres soll es volle fünfzehn Wochen nicht geregnet haben. Generell gilt dieses Jahr nicht nur für das Außerfern als Dürrejahr



1549keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 13. August verhandeln der Fürstbischof von Augsburg und die Herren von Hohenegg über die Zuständigkeit des Hochgerichts und das Jagen in der Musau.
Aller bischöflicher Besitz soll vermarkt und beschrieben werden. Strafangelegenheiten werden vom Pfleger von Füssen behandelt. Auf allen nicht dem Bistum Augsburg zugehörigen Gütern, werden von den Hoheneggern gerichtet.
Die Hohe Jagd teilen sich die Hohenegger und der Fürstbischof, das kleine Weidwerk bleibt den Hoheneggern vorbehalten

In Pinswang wird ein neues Zollhaus errichtet



1691keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Die Leute von Musau werden aus ihrer Zugehörigkeit zum Hochstift Augsburg entlassen und an die Pflegschaft Vils übergeben

Bereits 1688 war es von Seite des Bäckerhandwerks zu einer Beschwerde gekommen, dass die Füssener ihr Brot widerrechtlich nach Reutte brächten, da dies ausnahmslos nur gestattet sein, wenn in Reutte Markt gehalten würde.
Im Dezember des Jahres ergeht eine weitere Beschwerde an den Pfleger von Ehrenberg. Der Kornmeister Hans Rohrmoser teilt mit, dass das Brot von Pfronten und Füssen in solcher Menge während der ganzen Woche hereingetragen wird, dass die Brotbank und die Bäcker in Reutte erledigt sind. Zur Rettung des Bäckerhandwerks sollte mittels Dekret der Brotträgern Einhalt geboten werden. Es soll denen von Nesselwang und Pfronten bei Strafe verboten werden, über Gacht, Roßschläg und den Kniepass Brot zu transportieren

Kaiser Leopold I. erlässt ein Privileg, welches die Wegeerhaltung zwischen Reutte und Pflach regelt



1703keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Eine Feuerkatastrophe wütet am 8. Mai in Reutte. 52 Häuser, die Kirche und das Kloster werden durch Brandstiftung ein Raub der Flammen

Am 10. Juni erscheint der General-Feldzeugmeister Gschwind auf Ehrenberg um die Festungsbauten zu inspizieren. Als die Kunde aufkommt, dass die Bayern bei Kufstein in das Innere Tirols eingefallen sind, postiert Gschwind auch auf Ehrenberg eine Regimentsabteilung

Am 24. Juni wird die Besatzungsmannschaft von Ehrenberg mitsamt dem Ehrenberger Pfleger Johann Gaudenz von Rost in das Inntal abberufen. Nach eingehender Beratung ignorieren sie diesen Befehl jedoch zunächst, da man die Festung Ehrenberg nicht den möglichen feindlichen Einfällen schutzlos überlassen will. Ein ausgesandter Kurier kommt aber bald mit der erschreckenden Nachricht zurück, dass der General Gschwind so gut wie alleine einer Übermacht im Unterinntal gegenüber steht, woraufhin sich die Ehrenberger nun doch im Eilmarsch gegen Innsbruck aufmachen - auf Ehrenberg befindet sich jetzt außer dem Pfleger von Rost niemand mehr

Johann Gaudenz von Rost versucht aus der hiesigen Bevölkerung eine Ersatztruppe zu mobilisieren und nimmt dazu rund 300 Bauern des Gerichts mit auf die Burg. Die kriegsunerfahrenen Leute, wie auch der Pfleger verhalten sich aber ausgesprochen chaotisch. Die Angst sitzt dabei einfach zu tief und weit und breit ist niemand, der sie sicher anleiten kann. Auch der aus dem Reuttener Kloster herbei gerufene Pater vermag die Angst der zur militärischen Verteidigung abgestellten Bauern nicht zu mildern

Am 29. Juni gelangt ein 1500 Mann starkes Corps von Bayern und Franzosen unter dem General Lützelburg über den Fernpass in die Region Zwischentoren. Am 30. Juni werden die Ortschaften Bichlbach und Heiterwang feindlich besetzt und am 1. Juli rücken die Feinde bis auf die Hochschanz hinauf vor. Die vermeintlichen Wachposten hatten inzwischen die Flucht ergriffen und übrig blieb nur der Pfleger mit ein paar Mann Besatzung auf dem Schloss selbst

Zwei Tage und Nächte lang feuerten die Angreifer ihre Geschütze auf die Burg Ehrenberg ab, wobei man sich von der Gegenseite zumindest in dieser Hinsicht zu wehren wusste. Zu der Zeit waren aber schon einige Reiter unter der Anweisung Lützelburgs gegen Reutte hinab geritten und drohten mit Plünderung und Brandschatzung der Häuser, wenn die Bürger und jene auf Ehrenberg nicht ihre Waffen niederlegen würden. Am 3. Juli wurde die Burg an die Bayern übergeben

Mitte Juli beginnen die Tiroler im Unterland die Feinde zurückzuwerfen. Am 28. Juli verlassen die Bayern über Zirl und Mittenwald Tirol, worauf hin auch die Ehrenberger Gerichtsuntertanen wieder Mut fassen und sich schließlich zur Gegenwehr aufstellen. Am 30. Juli finden sie sich heimlich vor den Toren Ehrenbergs ein, in Reutte selbst wird der bayerische Leutnant Heinle gefangen genommen und auch der westlich gelegene Schlosskopf mit Landschützen besetzt

Am 2. August bemerkt die bayerische Besatzung das Aufrüsten der Bauern und nimmt sie dabei unter Beschuss. Die Leute des Gerichts Ehrenberg lassen sich diesmal aber nicht mehr verunsichern und setzen die Arbeit fort um dann am folgenden Tag ihrerseits das Feuer auf die Besatzer zu eröffnen

Am 7. August trifft aus dem Inntal die von den Leuten von Reutte erhoffte Verstärkung ein und am folgenden Tag wird die Burg Ehrenberg von den eingeschüchterten Bayern an die kaiserlichen Truppen zurückgegeben

Schon am 10. August wird in Breitenwang ein feierliches Dankesfest mit einer Dankpredigt abgehalten. Es wird auch gelobt, auf dem Schlosskopf eine Kapelle zu errichten - dazu kam es jedoch, wie wir wissen, nie

Wegen der fortdauernden Kriegsgefahr kommt es im gesamten Reuttener Talkessel bis hinaus nach Musau zu Einquartierungen verbündeter Truppen, in dem im Mai abgebrannten Markt Reutte kommt es dabei jedoch zu Problemen



1796keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Der Vilser Oberbürgermeister Lob bittet das Pflegamt Vils, das Wetterläuten wieder zu bewilligen. Denn in den vergangenen Jahren, so Lob, hätten die Hochgewitter dem Getreideanbau sehr geschadet

Der Vilser Salzrodausschuss bittet um eine Angleichung des Frachtlohnes, da auch die Kosten für Futter, Zoll und Weggelder angehoben wurden. Zudem verweist der Ausschuss darauf, dass von allen Rodstationen jene von Vils mit 6 Steilstücken und einer Wegstrecke von viereinhalb Stunden die beschwerlichste sei.
Das Gesuch wird jedoch vom Kreisamt abgelehnt, mit der Begründung, man müsse das Ärar (Vermögen eines Staates oder einer Körperschaft) wegen der Kriegszeiten vor allen Ausgaben schützen

Eine Erhebung im Juni ergibt ein ernüchterndes Bild - die Befestigungsanlagen auf Ehrenberg, dem Gaichtpass, der Ehrwalder Schanz und bei Roßschläg befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Am Gaichtpass wird daraufhin sofort mit der Errichtung einer Palisadenlinie begonnen. Auch auf Ehrenberg werden Gräben ausgehoben und zahlreiche Verhaue angelegt

Das Blei für die Gewehrkugeln wird vorwiegend bei Biberwier in den Gruben des Bergwerks Silberleithen gewonnen

Ein Problem stellt die Aushebung lokaler Rekruten dar, da die meisten der wehrfähigen Männer im Ausland als Saisonarbeiter tätig sind. Die Situation macht es dennoch erforderlich, dass ab dem 7. Juli die verbliebenen wehrfähigen Männer mit Waffen ausgestattet werden.
Am 17. Juli treffen noch hunderte von Gewehren aus Innsbruck ein

Vom Gerichtsamtmann Luger von Rettenberg ergeht eine Warnung an seinen Kollegen in Tannheim, da sich eine bis zu 900 Mann starke Räuberbande - aus Deserteuren bestehend - mordend, brennend und plündernd durch das Allgäu bewege

Wegen der Flur- und Waldschäden in Musau anlässlich der Landesverteidigung in Roßschläg und Lechschanzl wird ein Lokalaugenschein anberaumt

Die französischen Truppen stoßen von Westen kommend gegen Vorarlberg und Schwaben vor. Am 12. August ziehen sich österreichische Soldaten aus Kempten nach Nesselwang zurück.
Da die französische Armee schier übermächtig immer weiter vorprescht, wird Mitte August am Fernpass eine weitere Verteidigungslinie eingerichtet. Am 21. August ziehen sich die Österreicher schließlich auch aus Immenstadt und Sonthofen zurück

Aus Furcht vor den anrückenden Franzosen, aber auch wegen des Verhaltens der eigenen, der österreichischen Armee - insbesondere der österreichischen Husaren, flüchteten die Frauen des Tannheimer Tals mit ihren Kindern Ende August in das Gebirge. Auch in Reutte wird das schändliche Benehmen der Husaren angezeigt, woraufhin die Husaren schließlich aus dem Außerfern abkommandiert werden

Am 27. August besetzte das Militär der Habsburger und zahlreiche einheimische Bataillone den Jochpass, wo schon bald zahlreiche erbitterte Kämpfe geführt werden. Die Zivilbevölkerung flieht großteils nach Reutte, denn auf beiden Seiten wird inzwischen mit grausamer Härte und Brutalität gegeneinander vorgegangen. In Pfronten werden beim Rückzug von den Österreichern viele Bauernhöfe in Brand gesetzt um den Franzosen kein Quartier und keine zurückgelassene Verpflegung zu hinterlassen. Am 13. September wagen die Franzosen schließlich einen Vorstoß gegen das Tannheimer Tal, werden aber zurückgeschlagen. Bei dem Versuch über den Oberdorfer Berg (Palmenberg) ins Tal zu gelangen, werden die französischen Soldaten von wehrhaften Talbewohnern in die Flucht geschlagen. Derweil besetzen die Franzosen aber die Stadt Kempten

Bei Musau stehen mehrere Kompanien aus Reutte, Lechaschau und dem Lechtal bei der Roßschläg, der Lechschanz und am Kniepass

Am 17. September wehren Tannheimer und Lechtaler Schützen einen französischen Angriff erfolgreich ab und werfen den Feind bis hinter Kempten zurück. Seither wird im Hochtal der 17. September als Talfeiertag gefeiert

Mehrere Lechtaler Scharfschützen sind an den Jochübergängen postiert und halten dort Wache

Mitte September gelingt es dann, die Franzosen bis hinter Kempten zurück zu drängen

Im Oktober bricht dann eine eingeschleppte Viehseuche aus. Im Außerfern herrscht große Not, trotzdem wird bald daran gegangen die Verschanzungen der Ehrenberger Vorwerke wieder instand zu setzen

Anfang November zerstört eine Feuersbrunst eine Mahl- und Schneidmühle bei Nesselwängle



1800keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Anfang Mai zieht ein ganzer Flüchtlingsstrom über mehrere Tage und Nächte hindurch durch das Außerfern in das Innere Tirols

Mitte Mai geben die Österreicher ihre Stellungen in Memmingen und Kempten auf und ziehen sich bis nach Nesselwang und Füssen zurück. Inzwischen kommen aber immer mehr Truppen aus dem innertirolischen Raum mit Kanonen nach Reutte

Im Juli ziehen französische Truppen plündernd und brandschatzend durch Vils, Musau und Pinswang. Ein Waffenstillstandsvertrag teilt das Außerfern in Besatzungszonen auf.
Die linke Seite des Lech fällt an die Franzosen, die rechte Seite wird von den Österreichern besetzt.

Am 22. Juli stoßen französische Truppen bis Elbigenalp vor, das sie für die folgenden sieben Monate belagern. An allen Lechbrücken werden Wachhäuser errichtet. Der Lechtaler Chronist Anton Falger berichtet: "Im Allgemeinen hatte man wenige Klagen über die Franzosen, sie waren lustige Leute, entwendeten wenig; was sie von den Bauern bekamen, wollten sie zwar gut und reinlich, aber nicht viel; den schönen Mädchen waren sie nicht feind, wenn die Mädchen auch auf dem rechten Lechufer waren. Manchmal waren die "Wachen an den Lechbrücken ziemlich streng und wollten Niemand passiren lassen... So zogen denn die fröhlichen Republikaner am 24. Februar 1801 ab; singen, springen und fechten war ihnen am liebsten, einfach und leicht ihre Kleider, der Haarzopf ist mit ihnen verschwunden und als alte Dummheit belacht... Ehe die Franzosen kamen, sahen die Thalbewohner gar häufig Pütze (Geister) und dergleichen Erscheinungen, aber mit Ankunft derselben vergass man darauf; bei den fortwährenden 'Kriegen führte man andere Gespräche', man vergass die Gespenstergeschichten und der Aberglaube nahm ab"
Quelle: Anton Falger und das Lechthal (Christian Schneller; Ferdinandeums-Zeitschrift [1877])



1830keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein außergewöhnlich kalter Winter wird von einem ertragreichen Sommer abgelöst. Jedoch schneit es im Oktober schon wieder zu

Das Ergebnis einer Volkszählung beziffert die Einwohnerzahl des Außerferns mit 17178 Seelen, wobei 1269 Bewohner allein in Reutte ansässig sind

In ganz Mitteleuropa kommt es zu Unruhen und Tumulten



1838keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Bei einer Gemeindeversammlung am 8. Juli wird in Musau dem Bau einer Gipsmühle in der Weidach zugestimmt



1908keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein Gebäude mit angebauter Käserei brennt am 22. Februar in Schattwald ab

Am 23. Mai brennt im Schattwalder Ortsteil Kappl die Schmiede des F. Braito nieder

Ebenfalls am 23. Mai kommt es zu einem Brand in Unterletzen, wobei ein Bauernanwesen samt Stadl des Johann Beirer ein Raub der Flammen wird

Unwetter die ganze Woche über bis zum Pfingstsamstag (7. Juni): unwetterartige Regenfälle und Hagelschlag ziehen über weite Teile des Außerferns, einzelne Straßenzüge sind unterbrochen, der Hahlebach vermurt den Musauer Ortsteil Roßschläg

Am 12. Juni brennt die Mühle (Hennenmühle) im Ortskern von Tannheim. Die Wehren von Zöblen, Schattwald und Grän eilen zu Hilfe und können den Ort vor dem Schlimmsten bewahren. Einer der Feuerwehrmänner verletzt sich jedoch auf Grund eines Sturzes schwer

Am 7. August verstirbt der aus Holzgau stammende Heimatforscher Christian Schneller in Rovereto

Auch am 5. September ziehen wieder enorme Regenschauer über das Tannheimer Tal und den nördlichen Teil des Bezirkes und wieder gibt es Vermurungen und Hochwasserschäden zu beklagen

Im Krottental, einem kleinen Seitental des Birkentals, gerät am 12. November eine Fläche von rund 350 ha (ca. 500 Fußballfelder) in Brand. Da die Brandfläche sich recht weit oben am Berg befindet, sind die Löscharbeiten dementsprechend schwierig und die Feuer fressen sich durch die Waldflächen und zerstören dabei auch die Telegraphenleitung

Mitte Oktober scheinen die finanziellen Fragen zur Mittenwaldbahn weitestgehend geklärt. Zur projektierten Fernbahn gibt es Unstimmigkeiten über den Verlauf der Bahntrasse entlang dem Lermooser Moos, da sich die Gemeinde Biberwier in wesentlichen Punkten benachteiligt sieht

Das bisher nur im Sommer geöffnete Alpenhotel Ammerwald wird nun auch im Winter betrieben



1910keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein Sturm fegt am 19. Jänner über Reutte und den Raum Füssen hinweg. Zahlreiche Stromleitungen werden dabei unterbrochen und der Strom fließt erst mehrere Stunden später wieder

Am 22. Jänner geht in den Gazetten die Meldung ein, dass aufgrund des starken Schneefalls die Verbindungswege im Bezirk großteils unterbrochen sind. Am Blindsee hat eine Lawine die Fernpassstraßentrasse verlegt

Ende Jänner wird ein Komet am Abendhimmel über dem Außerfern beobachtet. Ende Mai zeigt sich dann auch der Halleysche Komet über der nordwestlichen Ecke Tirols

Vom Plansee wird berichtet, dass sich der im Vorjahr errichtete Kanal für die Schifffahrt als unbrauchbar erwiesen hat. Den ganzen Mai über kam es nochmalig zu Arbeiten an dem Verbindungskanal, sodass ab dem 1. Juni die Dampfschiffe planmäßig auf den beiden Seen verkehren können

Am 1. Juni eröffnet der Bergführer Fritz Mossauer das direkt am Vilsalpsee gelegene und neu errichtete Unterkunfts- und Schutzhaus 'Schäfhütte'

Mitte Juni (13. bis 15.) Hochwasserkatastrophe im Außerfern und am Lech, welche ein Todesopfer (in Holzgau wird eine Frau vom Höhenbach mitgerissen und ertrinkt) fordert. Auch im Tannheimer Tal gibt es große Schäden in den Dörfern und auf den Feldern. Die Straßenverbindung ist großteils unterbrochen und nur mit Mühe kann der Damm der Vils gehalten werden. Im Ehrwalder Becken sind große Teile der Straßen überflutet. Als Folge gibt es häufig Missernten bei den Kartoffeln, was den Kartoffelpreis in die Höhe treibt. Dort wo die Verheerungen am größten sind wird das Militär zur Beseitigung der Schäden hinzu gerufen

Bei Pinswang wird der aus Eisenschienen gefertigte Steg von den Lechfluten fortgerissen

Erdbeben in Bichlbach (5.0)

Der Reichsstraßenbau im Bereich von Ehrwald kommt lediglich langsam voran. Die geplanten Vorarbeiten zum Bau der neuen Trasse der Mittenwaldbahn geraten dadurch ebenfalls ins Stocken

Die Stuttgarter Hütte (AV Sektion Schwaben) wird am 1. August feierlich eröffnet

Am 9. August zieht abends ein Gewitter über dem Reuttener Talkessel auf. In Wängle brennt nach einem Blitzschlag ein bäuerliches Anwesen komplett ab, wobei sämtliches Mobiliar und eine Kuh ein Raub der Flammen werden

Die Ortsgruppe München des Touristenvereines "Die Naturfreunde" erwirbt im August die Musauer Alm

In den Sommermonaten wird der schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten eingestellte Bergbau im Teges- und Gafleintal durch eine deutsche Bergwerks-Gesellschaft wieder aufgenommen

Das Edelweiß wird unter Schutz gestellt

Im November bewilligt der Verkehrsausschuss einen Teil der Geldmittel für die Ausbesserungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Lechtaler Konkurrenzstraße

Am 19. Dezember tagt eine Notstandskommission im Lechtal, mit dem Ziel die wirtschaftlichen Verhältnisse im Bezirk etwas zu heben. Vor allem die Landwirtschaft und und der Handel mit Vieh war einer der drängendsten Punkte. Weiters wurde verlangt: Unterstützung bei der Eigenproduktion von Nahrungsmitteln, bei der Alpwirtschaft, eine Erleichterung der Militärpflicht zum Erhalt der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, Bekämpfung der Landflucht, Unterstützung bei der Lechregulierung, Verstaatlichung der Lechtalerstraße, Straßenverbesserungen speziell in den Seitentälern



1930keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
In Tannheim führt die Vils am 14. und 15. Mai Hochwasser und tritt über die Ufer. Viele Felder und Wiesen werden mit Geröll und Geschiebe verlegt und auch die Straße ist zeitweise unpassierbar. Bei Wängle droht der Leinbach schwere Vermurungen und Schäden durch den Übertritt des Baches davon zu tragen. Zahlreiche Helfer aus den umliegenden Gemeinden können jedoch das Schlimmste verhindern

Auch im Planseegebiet kommt es zu Vermurungen. Straßen werden verschüttet und eine Brücke weggerissen

Am 6. Juli gibt es in Tannheim am Kienzerlebach größere Hochwasserschäden. In Musau führt der Sababach Hochwasser

Ein Skelettfund bei Mitteregg beschäftigt die Ermittler im August. Eine zunächst unbekannte Person, man vermutete einen sächsischen Wanderarbeiter, wird etwa ein Jahr zuvor durch einen Kopfschuss getötet und seine Leiche einen Abhang hinunter gerollt

Zeitungsartikel Erdbeben Namlos 8. Oktober 1930
Meldung im Tagblatt vom 15. Oktober 1930
Im Lechtal geht am 20. Juli die erste Lastenseilbahn des Tales in Betrieb - sie führt auf die neuerbaute Stablalm bei Elmen

Das Luftschiff 'Graf Zeppelin' überfliegt am 10. September das Tannheimer Tal

Die Nebelhornbahn wird nach zweijähriger Bauzeit eingeweiht

Am 8. Oktober ereignet sich ein Erdbeben der Stärke 5,3 nach der Richter-Skala. Das Epizentrum liegt bei Namlos. Beinahe alle Häuser des Ortes werden beschädigt (siehe Zeitungsausschnitt rechts).
Vermutlich als Folgeerscheinung des Bebens stürzte, als die Gläubigen aus der Tannheimer Pfarrkirche zur Erntedankprozession ausgezogen waren, die über 60 Zentner schwere Glocke vom Glockenstuhl herab. Verletzt wurde jedoch niemand.
Bei Vils wird durch das Beben der bereits halb verfallene Bergfried von Vilsegg schwer beschädigt und ein gewaltiger Riss klafft in dem Mauerwerk. Ein Unwetter im September 1939 wird schließlich das Zünglein an der Waage sein und Teile des ehemaligen Wohnturms einstürzen lassen

Gramais kommt in den Genuss von elektrischem Strom



1965keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
In Breitenwang finden die österreichischen Meisterschaften im nordischen Stil statt

Eine Lawine am Zugspitzplatt reißt am 15. Mai 10 Menschen mit in den Tod

Am 8. Juni gehen Regenniederschlagsmengen von bis zu 175 mm über dem Unteren Lechtal nieder. Am Sababach in Musau gibt es kleinere Vermurungen