Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


Chronikeinträge in denen der Begriff Lechaschau vorkommt Ich möchte lieber die ganze Chronik erkunden!




1541keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 21. Januar wird für Reutte und Lechaschau eine Salzrodordnung erlassen. So haben die Leute dieser Gemeinden vor allen anderen das Recht, das Salz zu laden. Und zwar soll Reutte von drei Salzfässern zwei und die von Aschau das dritte Fass laden

An mehreren Orten im Gericht Ehrenberg wird an die Ausbesserung oder die Verlegung der Straße gegangen. Der Pfleger Jacob von Thun schießt dafür größere Geldbeträge vor und kauft mehrere Güter entlang der Straße. Bei der Klause Ehrenberg lässt er eine Mahlmühle, eine Schmitte, eine Säge, sowie eine Blaumühle errichten



1796keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Der Vilser Oberbürgermeister Lob bittet das Pflegamt Vils, das Wetterläuten wieder zu bewilligen. Denn in den vergangenen Jahren, so Lob, hätten die Hochgewitter dem Getreideanbau sehr geschadet

Der Vilser Salzrodausschuss bittet um eine Angleichung des Frachtlohnes, da auch die Kosten für Futter, Zoll und Weggelder angehoben wurden. Zudem verweist der Ausschuss darauf, dass von allen Rodstationen jene von Vils mit 6 Steilstücken und einer Wegstrecke von viereinhalb Stunden die beschwerlichste sei.
Das Gesuch wird jedoch vom Kreisamt abgelehnt, mit der Begründung, man müsse das Ärar (Vermögen eines Staates oder einer Körperschaft) wegen der Kriegszeiten vor allen Ausgaben schützen

Eine Erhebung im Juni ergibt ein ernüchterndes Bild - die Befestigungsanlagen auf Ehrenberg, dem Gaichtpass, der Ehrwalder Schanz und bei Roßschläg befinden sich in einem sehr schlechten Zustand. Am Gaichtpass wird daraufhin sofort mit der Errichtung einer Palisadenlinie begonnen. Auch auf Ehrenberg werden Gräben ausgehoben und zahlreiche Verhaue angelegt

Das Blei für die Gewehrkugeln wird vorwiegend bei Biberwier in den Gruben des Bergwerks Silberleithen gewonnen

Ein Problem stellt die Aushebung lokaler Rekruten dar, da die meisten der wehrfähigen Männer im Ausland als Saisonarbeiter tätig sind. Die Situation macht es dennoch erforderlich, dass ab dem 7. Juli die verbliebenen wehrfähigen Männer mit Waffen ausgestattet werden.
Am 17. Juli treffen noch hunderte von Gewehren aus Innsbruck ein

Vom Gerichtsamtmann Luger von Rettenberg ergeht eine Warnung an seinen Kollegen in Tannheim, da sich eine bis zu 900 Mann starke Räuberbande - aus Deserteuren bestehend - mordend, brennend und plündernd durch das Allgäu bewege

Wegen der Flur- und Waldschäden in Musau anlässlich der Landesverteidigung in Roßschläg und Lechschanzl wird ein Lokalaugenschein anberaumt

Die französischen Truppen stoßen von Westen kommend gegen Vorarlberg und Schwaben vor. Am 12. August ziehen sich österreichische Soldaten aus Kempten nach Nesselwang zurück.
Da die französische Armee schier übermächtig immer weiter vorprescht, wird Mitte August am Fernpass eine weitere Verteidigungslinie eingerichtet. Am 21. August ziehen sich die Österreicher schließlich auch aus Immenstadt und Sonthofen zurück

Aus Furcht vor den anrückenden Franzosen, aber auch wegen des Verhaltens der eigenen, der österreichischen Armee - insbesondere der österreichischen Husaren, flüchteten die Frauen des Tannheimer Tals mit ihren Kindern Ende August in das Gebirge. Auch in Reutte wird das schändliche Benehmen der Husaren angezeigt, woraufhin die Husaren schließlich aus dem Außerfern abkommandiert werden

Am 27. August besetzte das Militär der Habsburger und zahlreiche einheimische Bataillone den Jochpass, wo schon bald zahlreiche erbitterte Kämpfe geführt werden. Die Zivilbevölkerung flieht großteils nach Reutte, denn auf beiden Seiten wird inzwischen mit grausamer Härte und Brutalität gegeneinander vorgegangen. In Pfronten werden beim Rückzug von den Österreichern viele Bauernhöfe in Brand gesetzt um den Franzosen kein Quartier und keine zurückgelassene Verpflegung zu hinterlassen. Am 13. September wagen die Franzosen schließlich einen Vorstoß gegen das Tannheimer Tal, werden aber zurückgeschlagen. Bei dem Versuch über den Oberdorfer Berg (Palmenberg) ins Tal zu gelangen, werden die französischen Soldaten von wehrhaften Talbewohnern in die Flucht geschlagen. Derweil besetzen die Franzosen aber die Stadt Kempten

Bei Musau stehen mehrere Kompanien aus Reutte, Lechaschau und dem Lechtal bei der Roßschläg, der Lechschanz und am Kniepass

Am 17. September wehren Tannheimer und Lechtaler Schützen einen französischen Angriff erfolgreich ab und werfen den Feind bis hinter Kempten zurück. Seither wird im Hochtal der 17. September als Talfeiertag gefeiert

Mehrere Lechtaler Scharfschützen sind an den Jochübergängen postiert und halten dort Wache

Mitte September gelingt es dann, die Franzosen bis hinter Kempten zurück zu drängen

Im Oktober bricht dann eine eingeschleppte Viehseuche aus. Im Außerfern herrscht große Not, trotzdem wird bald daran gegangen die Verschanzungen der Ehrenberger Vorwerke wieder instand zu setzen

Anfang November zerstört eine Feuersbrunst eine Mahl- und Schneidmühle bei Nesselwängle



1801keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Das gesamte damalige Außerfern wird Anfang Februar im Friedensvertrag von Lunéville wieder an Österreich angegliedert. Die Franzosen ziehen Ende März schließlich ab

In der Madau beschädigt ein Feuer mehrere Häuser

Ende September wird die neu erbaute Lechbrücke zwischen Reutte und Lechaschau in Betrieb genommen



1806keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Die Chronik berichtet von großen Schneemassen und zahlreichen Lawinenabgängen im Außerfern und vorrangig dem Lechtal

Das Gericht Aschau (Lechaschau, Wängle, Höfen, Weißenbach und Vorderhornbach) sowie auch das Gericht Vils wird durch die neue bayerische Regierung aufgelöst und dem Gericht Ehrenberg einverleibt

Kurz darauf wird Vils jedoch dem Gericht Füssen zuerkannt

Um den Verwaltungsapparat zu finanzieren, erhebt die bayerische Regierung bald neue Steuern. Die zeitgenössische Tiroler Währung, der Kreuzer, hat enorm an Wert verloren und damit verarmen sehr viele Tiroler oder gehen bankrott



1820keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Der Lechaschauer Josef Anton Nauß (auch Naus) besteigt (vermutlich) als erster im Rahmen von Vermessungsarbeiten die Zugspitze

"...gegen Ende [November] wurden in der Gegend von Reutti (in den Bezirken Vils und Pfronten) drei Luchse an einem Tag geschossen. Eine seltene Erscheinung in diesen Gegenden. Sie thaten längere Zeit hindurch vielen Schaden am zahmen und wilden Vieh..."
Österreichischer Beobachter vom 19. Dezember 1820

Große Kälte im Lechtal und wohl auch im übrigen Außerfern (-26°C)

Am 12. Dezember wird in Ehrwald ein Beben der Erde wahrgenommen

Die Lechbrücke bei Unterletzen muss saniert werden



1871keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Schwabenkinder die im Badischen und im südlichen Württemberg verdingt und recht nahe an den Kriegsschauplätzen des deutsch-französischen Krieges untergebracht waren berichteten, dass sie deutlich das donnern der Kanonen vernommen und auch gesehen hatten wie etliche Soldaten in die Lazarette getragen wurden. Auch wurden vereinzelt Krankheitsfälle die die Hütkinder mit nach Hause brachten diesem Umstand zugeschrieben, da vor allem in Baden einige Seuchenherde zu finden waren

Mitte Februar grassieren die Blattern in der Aschau und nur all zu oft werden auch Todesfälle gemeldet. Die Schulen werden geschlossen und an der Lechbrücke ein Wache aufgestellt, die niemanden passieren lässt. Die bevorstehenden Faschingsunterhaltungen werden abgesagt

In Österreich-Ungarn wird das metrische System per Gesetz eingeführt



1888keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im Weiler Schiggen bricht am 18. Jänner um 2 Uhr morgens im Stall des Franz Schuler ein Feuer aus, welches bald auch auf das Haupthaus übergreift. Die alarmierte Feuerwehr kann jedoch die schwere 'Motorspritze' nicht den steilen Berg herauf fahren und so brennt der ganze Hof binnen kürzester Zeit nieder. In den Flammen verenden 9 Stück Vieh und auch die Barmittel gehen dabei verloren. Durch die herbei geeilten Bewohner konnte immerhin noch ein Übergreifen auf die anderen Höfe von Schiggen verhindert werden

In Biberwier soll ein Bauer wegen Pechdiebstahls am 18. März verhaftet werden. Als die Gendarmen in seinem Haus vorstellig werden, fügt sich der gefährliche Wunden am Hals zu. Die Gesetzeshüter können den Mann überwältigen und überführen diesen in das Spital nach Reutte.
Die Beamten konnten sich zunächst nicht erklären, weshalb der Biberwierer Bauer wegen einer eigentlich eher geringen Verfehlung wie dem Pechdiebstahl Selbstmord begehen wollte. Bald erinnerten sich diese jedoch, dass eben jener bereits wegen eines Raubmordes im Moos zwischen Biberwier und Lermoos unter Verdacht stand, jedoch aus Mangel an Beweisen wieder laufen gelassen werden musste.
Sofort eingeleitete Ermittlungen kommen auch dem Pechdieb zu Ohren und machen den bereits wieder halbwegs gesunden Bauern nervös, er flieht am 3. April aus dem Krankenhaus. Erst am Morgen des 8. April konnte der Geflohene auf dem Dachboden seines Hauses entdeckt werden. Bei dem Zugriff der Gendarmen stieß sich der Verfolgte ein Messer in den Hals und verstarb etwa eine Stunde später an den Folgen seiner Verletzungen

Der Gemeindename des vormaligen 'Lech in der Aschau' wird aufgrund von Verwechslungen mit Lech (am Arlberg) in Lech-Aschau (später Lechaschau) umgewandelt

Am 19. August wird der vom Deutschen und Österreichischen Alpenverein neu errichtete Verbindungsweg zwischen Holzgau und Oberstdorf eröffnet. Am Mädelejoch treffen sich Vertreter der österreichischen und bayerischen Seite unter dem Jubel von rund einhundert Besuchern, welche dem Festakt beiwohnen wollen. Die schlechte Witterung zwingt die Festgäste aber von der Jochhöhe hinab in die weiter unten auf bayerischem Gebiet gelegene Alphütte (Obere Mädelealpe) abzusteigen, wo die Feierlichkeit fortgesetzt wird



1893keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Die Länder Baden, Württemberg und Bayern beschließen eine Schulpflicht auch für ausländische Kinder - also auch die sogenannten Schwaben- oder auch Tirolerkinder. Zuvor geltenden Schulbefreiungen (Dispens) werden ausgesetzt, woraufhin die Kinder in die Werktagsschulen gehen müssen. Die Hütkinder haben dadurch zwar Einbußen bei den Löhnen, verlieren jedoch den schulischen Anschluss nicht in diesem Maße wie in den Jahren zuvor

Am 14. Mai verstirbt ein Lechaschauer namens Burger, nachdem er kurz zuvor im Kempter Wald bei einem Raubüberfall derart verletzt wurde, dass er wenige Tage später seinen Verletzungen erliegt

Die Schattwalder Pfarrkirche St. Wolfgang wird umgebaut und vergrößert

In Nassereith bricht am 3. Juni ein Großbrand aus, welcher einen großen Teil des Ortes einäschert. Aus dem Außerfern eilen die Feuerwehren von Ehrwald, Lermoos und Biberwier über den Fernpass zu Hilfe

Am 9. Juli kommt es zum Überlaufen des Sulz- und Tiefenbaches bei Nesselwängle

Eine Trassierung der Bahn von Innsbruck über Garmisch in das Außerfern wird von der bayerischen Regierung ins Gespräch gebracht, da diese Streckenführung der deutschen Bahn einen Vorteil bringen würde

3276 Feriengäste wurden in diesem Jahr gezählt



1896keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Am 27. Januar kommt es im Lechaschauer Wirtshaus "zur Krone" zu einem Streit. Später wird dieser mit einem Messerstich enden und ein Todesopfer fordern

Am Aggenstein wird die Pfrontner Hütte (heute Bad-Kissinger-Hütte) errichtet (zumindest wird dies in einer Urkunde verlautbart - ein älterer urkundlicher Eintrag nennt eine Pfrontner Hütte schon im Jahr 1880)

Am 16. Juli wollte ein Frächter aus Stockach mit seinem Gespann die Hornbacher Brücke passieren, als die Brücke unter der Last zum Teil einstürzte. Der Frächter selbst konnte sich noch retten, der hinter dem Fuhrwerk hergehende Knecht jedoch ertrank im hoch gehenden Lech. Auch die beiden Pferde mussten so ertrinken



1897keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Von der Marktgemeinde Reutte wird im Ammerwald ein Alpengasthof errichtet

In Ehrwald wird am 6. Juli eine Telegraphenstation eingerichtet

Hochwasser im Allgäu und dem Außerfern im September mit teils großen Verwüstungen (Illertal)

Ein Erdbeben wird am 18. September vom Nordwesten Tirols (Außerfern) bis in das Vorarlberger Montafon verzeichnet

Knapp unterhalb des Gipfels der Zugspitze wird am 19. September das Münchner Haus feierlich eröffnet

In einer Zeitungsmeldung berichtet man über "den ungünstigen Zustand des Gerichtsarchives von Lech-Aschau (Lechaschau) aufmerksam". Die Archivalien würden schutzlos auf dem Boden verstreut herumliegen und man befürchte den Verderb bzw. die Entwendung derselben. Man beschloss daraufhin, die Archivalien in dem Archiv des Bezirksgerichtes Reutte unterzubringen. Letztlich werden die Akten und Dokumente jedoch durch den Konservator und Universitätsprofessor Dr. Emil von Ottenthal in das k.k. Statthalterei-Archiv in Innsbruck verbracht



1899keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In einer Bitte der Marktgemeinde Reutte sowie der Gemeinde Lechaschau an den Landtag wird der Unmut über das sogenannte Hausierwesen zum Ausdruck gebracht. Man wünscht sich eine gesetzliche Regelung für die Hausierer und deren Hausierhandel

Ende März werden die letzten Arbeiten am neu errichteten Heilbronner Weg abgeschlossen

Am 21. Mai tritt in Tannheim die Vils über die Ufer und überschwemmt die angrenzenden Felder

Die Maul- und Klauenseuche grassiert in Imst und dem Ehrwalder Becken, woraufhin diese Landstriche als "verseuchtes Gebiet" gesperrt werden

Ein Roman von Ludwig Ganghofer lässt die Besucherzahlen in Ehrwald in die Höhe schnellen, sehr zur Freude der Vermieter und Schankwirte

Der 'Jubiläumsweg' wird anlässlich des 25jährigen Bestehens des Alpenvereines angelegt



1901keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Im Januar wird in Lechaschau erstmals eine Hundesteuer ("Hundetaxe") eingehoben

"...am 19. März nachmittags von 12 bis 3 Uhr hat in der Gemeinde Bichlbach und deren Fraktionen Wengle und Aue ein heftiger Sturmwind in den Wäldern wie auch an Gebäuden großen Schaden angerichtet. Gleichzeitig wüthete der Sturm auch in Kleinstockach, [...] wo das Kirchthurmdach abgedeckt und in den Bach geschleudert wurde..."

Das Elektrizitätswerk Reutte wird gegründet und es wird sogleich mit dem Bau des Kraftwerkes am Plansee begonnen. Die einstmals mächtigen Stuibenfälle werden dadurch aber zu einem großen Teil ihrer eindrucksvollen Kraft beraubt

In Tannheim wird am 4. April um 11 Uhr nachts ein Brand im Haus des Landwirts Alfons Kleiner bemerkt. Zwei Stunden später liegt das Haus in Schutt und Asche, die in der Nähe befindlichen Gebäude konnten aber von den Feuerwehren des Tales gerettet werden

Am Schwarzenberg bei Pinswang kommt es am 24. April durch Unvorsichtigkeit zu einem Waldbrand. Eine Fläche von etwa 4 Hektar wird dabei eingeäschert

Am 18. Juli wird die Sägemühle in Biberwier durch einen Brand zerstört

Die Coburger Hütte, unweit des Sebensees in den Mieminger Bergen, wird erbaut. Die Einweihungsfeierlichkeiten werden am 6. August begangen

Durch andauernden Regen kommt es Anfang August unter anderem in Stanzach zu Überschwemmungen und der Dorfplatz steht dabei 1 Meter unter Wasser. In Nesselwängle richtet der Hansjörgenbach Sachschäden an. In Wängle werden zahlreiche Felder durch abgegangene Muren verwüstet, in Rieden eine Brücke und in Weißenbach gar zwei Häuser fort gerissen. Des Weiteren wird von zahlreichen weiteren beschädigten Brücken und Straßen berichtet

Als erste Außerferner Gemeinde erhält Jungholz ihren Anschluss an das elektrische Stromnetz

Der Alpengasthof Ammerwald wird durch einen Brand zerstört

Im Tannheimer Tal werden die ersten Stimmen laut, welche eine Neutrassierung der Straße über den Gaichtpass verlangen. Die alte Straße weist Steigungen von bis zu 30% auf und ist somit für die gestiegenen Anforderungen nicht mehr zeitgemäß. Bis zum tatsächlichen Baubeginn der Strecke werden aber noch acht Jahre vergehen

Am 8. Oktober kommt es zu einem Brandereignis durch einen defekten Kamin, in Lechaschau fallen diesem zwei Bauernhöfe zum Opfer



1905keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 24. Februar wurde zumindest im Raum Ehrwald ein leichtes Erdbeben verspürt

Das alte Pfarrwidum in Steeg wird am 30. März ein Raub der Flammen

Hochwasserschäden am 23. April am Lech und weiteren Orten des Außerferns. In den Folgemonaten wurden die Regulierung des Lechs, sowie Wildbachverbauungen in den Gemeinden Vils, Bichlbach, Elmen, Lermoos und Ehrwald gefordert. Auch eine Verbauung des großen Murbruches am Hornberg (Gemeinde Höfen) war Teil eines Antrages an die Landesregierung

Wieder wird in Ehrwald ein leichtes Beben der Erde wahrgenommen (28. April)

Der Lehbach bei Vils bringt am 24. Mai viel Geschiebe bis in die Stadt

In Ehrwald wird eine 'Kinderbewahranstalt' (Kindergarten) eingerichtet

Am 26. August fällt in Lechaschau das Wohnhaus der Witwe Viktoria Lutz einem Brand zum Opfer. Der Brand brach nach 2 Uhr nachts aus und breitete sich rasch aus. Aus dem brennenden Haus konnte so gut wie nichts in Sicherheit verbracht werden, selbst die zwei im Stall befindlichen Kühe verbrannten

In Holzgau wird am 1. Oktober eine neue 'Feuerspritze' eingeweiht, welche als Spende des Gönners Frederic Simms eigens in London angefertigt wurde

Bereits am 11. Oktober hat es im Tannheimer Tal so viel Schnee, dass Lawinen abgehen. In Grän wird dabei ein Heustadel zerstört. Niemand kann sich zu so früher Zeit im Jahr an solche Schneemassen erinnern

Am 7. November fegt ein Sturm über das Zwischentoren hinweg. Ein Hausbesitzer in Bichlbach versucht das Dach gegen Sturmschäden zu sichern, als eine besonders starke Böe das Dach abhebt und der Mann dabei zu Tode stürzt. Sein Sohn kommt mit zahlreichen Verletzungen davon

Die Lokalbahn 'Reutte - Schönbichl' wird am 17. Dezember in Betrieb genommen



1906keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Bei einem Skirennen in St. Anton gewinnt am 8. Januar unter anderen Teilnehmern aus Tirol, Wien, Baden-Württemberg, Vorarlberg und anderen Regionen der Bergführer Spielmann aus Ehrwald

Am 10. Januar findet in Lermoos im Gasthof zur Post eine Versammlung statt, bei welcher die künftige Trassierung der Bahnstrecke besprochen wird. Unter anderem wird auch die Möglichkeit erwogen, die Bahntrasse rund um das gesamte Moos zu verlegen und so bei Biberwier einen geeigneten Anknüpfungspunkt zu einer projektierten 'Fernbahn' zu schaffen

Am 6. März brennt in Ehenbichl das Haus des Waldaufsehers Otto Müller vollständig ab

Vom Tiroler Hütkinder Verein werden keine Kinder unter 11 Jahren mehr für das Schwabengehen zugelassen

Von der Regierung in Württemberg wird verlangt, dass alle Kinder, welche sich dort als Hütkinder (Schwabenkinder) verdingen wollen, geimpft sein müssen. Andernfalls müsste die Impfung vor Dienstantritt in Württemberg vollzogen werden

Am 17. Mai werden die Eheleute Lutz aus Lechaschau verhaftet. Ihnen wird vorgeworfen, ihren zweieinhalbjährigen Sohn zu Tode gequält zu haben

Bei Steeg wird ein Steinkohlevorkommen entdeckt. Die Analyse bescheinigt der Kohle eine gute Qualität

Am 1. Juli stürzt ein Tourist aus München am Abstieg von der Gehrenspitze in den Tod

Am Gaichtpass ereignet sich am 26. Juli ein großer Felssturz, welcher nur knapp zwei sich auf der Strecke befindliche Fuhrwerke verfehlt

Großes Staunen herrscht am 12. August im westlichen Teil des Tannheimer Tals, als im Bereich der Pontenalpe ein Heißluftballon niedergeht. Er war von Zürich aus gestartet und Mangels verfügbarem Gas ungünstig im Alpgebiet gelandet. Mit einem Fuhrwerk wurde der Ballon später vom Berg geschafft

Von Befürwortern der Fernbahn werden in vielen Orten entlang der Strecke Versammlungen abgehalten um letztlich eine Resolution zu verabschieden, in welcher die Regierung aufgefordert wird dieses Bahnprojekt im nächsten Eisenbahnprogramm aufzunehmen



1910keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein Sturm fegt am 19. Jänner über Reutte und den Raum Füssen hinweg. Zahlreiche Stromleitungen werden dabei unterbrochen und der Strom fließt erst mehrere Stunden später wieder

Am 22. Jänner geht in den Gazetten die Meldung ein, dass aufgrund des starken Schneefalls die Verbindungswege im Bezirk großteils unterbrochen sind. Am Blindsee hat eine Lawine die Fernpassstraßentrasse verlegt

Ende Jänner wird ein Komet am Abendhimmel über dem Außerfern beobachtet. Ende Mai zeigt sich dann auch der Halleysche Komet über der nordwestlichen Ecke Tirols

Vom Plansee wird berichtet, dass sich der im Vorjahr errichtete Kanal für die Schifffahrt als unbrauchbar erwiesen hat. Den ganzen Mai über kam es nochmalig zu Arbeiten an dem Verbindungskanal, sodass ab dem 1. Juni die Dampfschiffe planmäßig auf den beiden Seen verkehren können

Am 1. Juni eröffnet der Bergführer Fritz Mossauer das direkt am Vilsalpsee gelegene und neu errichtete Unterkunfts- und Schutzhaus 'Schäfhütte'

Mitte Juni (13. bis 15.) Hochwasserkatastrophe im Außerfern und am Lech, welche ein Todesopfer (in Holzgau wird eine Frau vom Höhenbach mitgerissen und ertrinkt) fordert. Auch im Tannheimer Tal gibt es große Schäden in den Dörfern und auf den Feldern. Die Straßenverbindung ist großteils unterbrochen und nur mit Mühe kann der Damm der Vils gehalten werden. Im Ehrwalder Becken sind große Teile der Straßen überflutet. Als Folge gibt es häufig Missernten bei den Kartoffeln, was den Kartoffelpreis in die Höhe treibt. Dort wo die Verheerungen am größten sind wird das Militär zur Beseitigung der Schäden hinzu gerufen

Bei Pinswang wird der aus Eisenschienen gefertigte Steg von den Lechfluten fortgerissen

Erdbeben in Bichlbach (5.0)

Der Reichsstraßenbau im Bereich von Ehrwald kommt lediglich langsam voran. Die geplanten Vorarbeiten zum Bau der neuen Trasse der Mittenwaldbahn geraten dadurch ebenfalls ins Stocken

Die Stuttgarter Hütte (AV Sektion Schwaben) wird am 1. August feierlich eröffnet

Am 9. August zieht abends ein Gewitter über dem Reuttener Talkessel auf. In Wängle brennt nach einem Blitzschlag ein bäuerliches Anwesen komplett ab, wobei sämtliches Mobiliar und eine Kuh ein Raub der Flammen werden

Die Ortsgruppe München des Touristenvereines "Die Naturfreunde" erwirbt im August die Musauer Alm

In den Sommermonaten wird der schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten eingestellte Bergbau im Teges- und Gafleintal durch eine deutsche Bergwerks-Gesellschaft wieder aufgenommen

Das Edelweiß wird unter Schutz gestellt

Im November bewilligt der Verkehrsausschuss einen Teil der Geldmittel für die Ausbesserungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Lechtaler Konkurrenzstraße

Am 19. Dezember tagt eine Notstandskommission im Lechtal, mit dem Ziel die wirtschaftlichen Verhältnisse im Bezirk etwas zu heben. Vor allem die Landwirtschaft und und der Handel mit Vieh war einer der drängendsten Punkte. Weiters wurde verlangt: Unterstützung bei der Eigenproduktion von Nahrungsmitteln, bei der Alpwirtschaft, eine Erleichterung der Militärpflicht zum Erhalt der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, Bekämpfung der Landflucht, Unterstützung bei der Lechregulierung, Verstaatlichung der Lechtalerstraße, Straßenverbesserungen speziell in den Seitentälern



1911keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein Erdbeben erschreckt am 24. April die Bewohner des oberen Lechtales, Schäden gibt es aber keine

Am 19. Mai treten nach einem Unwetter die Bäche über die Ufer und in vielen Häusern läuft das Wasser in den Keller oder gar die Wohnräume. In Pfafflar und über das Joch hinweg im Salvesental wurden wichtige Wege und Brücken weggerissen. Der Viehtrieb gestaltet sich daher schwierig

Im Umfeld von Ehrwald und den Anrainerorten an der Loisach wird über eine Stauung des Sebensees nachgedacht

In Ehrwald wird im Juni mit dem Bau des Loisach-Viaduktes begonnen

Am 18. Juni wird die neu erbaute Brücke zwischen Stanzach und Vorderhornbach fertiggestellt, später wird man sie "Donnerbrücke" nennen

Das Bergwerk Dirstentritt wird wieder in Betrieb genommen

Anfang Juli wird der erste befahrbare Karrenweg durch das Engetal eröffnet, bis dahin konnte das Tal zwischen Tannheim und dem Gebiet von Pfronten nur auf einem Fußweg durchwandert werden

Am 9. Juli eskaliert ein zwischen Bauarbeitern der neuen Bahnstrecke Griesen-Ehrwald ausgetragener Streit. Ein ungarischer tötet dabei einen kroatischen Arbeiter durch mehrere Messerstiche in Kopf- und Brustbereich

Mitte Juli ereignet sich am Rappenschrofen bei Grän ein kleinräumiger Bergrutsch, welcher jedoch einigen Schaden an Waldflächen und Feldern verursacht

Am 22. Juli brennt in Lechaschau das Doppelhaus der Brüder Köpfle komplett nieder. Als Brandursache wird ein defekter Kamin angenommen

Von der Bergmahd müde, legte sich am 25. Juli das Ehepaar Winkler nach getaner Arbeit auf den steilen Bergwiesen in ihr aufgeschlagenes Schlafzelt. Gegen Mitternacht vernahm die Frau ein Poltern und im nächsten Augenblick durchschlug auch schon ein rund ein Kilogramm schwerer Felsbrocken die Zeltwand. Dabei wurde der noch schlafende Mann unglücklich am Kopf getroffen, sodass er eine klaffende Wunde und ein Loch in der Schädelkalotte behielt

Der Ortsvorsteher von Tannheim, Johann Wöber, erwirbt das Gasthaus 'zum Baum', oder wie es früher hieß 'zum Wilden Mann'. Es ist dies die älteste Gastwirtschaft in Tannheim und soll einst von den Grafen von Montfort erbaut worden sein

Am 20. August wird die Telefonverbindung von Imst nach Reutte in Betrieb genommen

Am 12. September wütet ein Waldbrand im Bereich des Gaichtpasses, die Feuerwehren Höfen, Reutte, Nesselwängle und Weißenbach brachten die Flammen schließlich unter Kontrolle. Die gerade neu errichtete Telefonleitung wurde bei dem Brand ebenfalls zerstört

Am 15. Oktober bricht um halb elf Uhr abends ein Brand im Gasthaus "zur Rose" in Lechaschau aus. Die Flammen greifen schnell auch auf das benachbarte Gebäude des Vinzenz Retter über und beide Anwesen werden zum größten Teil vernichtet

Ein Erdbeben lässt am 16. oder 17. November im ganzen Außerfern Mensch und Tier aufschrecken, Dachplatten fallen von den Dächern und Möbelstücke werden verrückt



1912keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Wieder Hochwasseralarm am Lech Anfang Mai, eine große Mure schädigt den Ort Schattwald und auch Zöblen. Bei Elbigenalp, Schattwald und Zöblen sind mehrere Wohnhäuser einsturzgefährdet, in der Nähe der Bichlbacher Fraktion Kleinstockach wird die Fahrbahntrasse sowie im Berwanger Tal die Verbindungsbrücke weggerissen und damit der Fuhrwerksverkehr unterbrochen. Die Planseestraße wird von einer Mure verlegt und auch die Zufahrtsstraße in das Tannheimer Tal ist unpassierbar geworden. Bei Bichlbach wird die Bahntrasse stellenweise überspült und die Grundbachbrücke zwischen Bichlbach und Heiterwang wird von den Wassermassen zerstört. Wohl auch deshalb, da die Uferschutzbauten nach dem Hochwasser von 1910 nur eine provisorische Ausführung fanden

In den Räumlichkeiten des 'Gasthof zur Rose' errichtet Adolf Beck eine Brauerei

In Alaska kommt es am 6. Juni zum Ausbruch des Vulkans Novarupta. Die Eruptionen dauern zwei Tage lang an und so gilt das Ereignis mit einer Auswurfmenge von etwa 15 km³ als der größte Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts

Bei Lechaschau wird am Frauensee ein Hotel erbaut und auch am Urisee bei Reutte errichtet man einen Beherbergungsbetrieb für Gäste

Ein Blitzschlag trifft am 6. Juli abends die Pfrontner Hütte, die in der Hütte befindlichen Personen - die Wirtin, deren Sohn und ein Dienstmädchen - verloren dabei das Bewusstsein. Die Wirtin erlangte als erste wieder das Bewusstsein und wollte das noch immer ohnmächtige Mädchen ins Freie tragen, als erneut ein Blitz die Hütte traf und einigen Schaden anrichtete. Später wurde dann der dringend erforderliche Blitzableiter an der Hütte montiert

Am 24. Juli wird in Lechleiten feierlich das für den Übergang am Schrofenpass so wichtige Holzgauer Haus eröffnet

Am 9. September wird wegen starker Regenfälle die Dorfstraße in Tannheim überflutet, auf den Anhöhen schneit es bis knapp oberhalb der Talsohle und das Vieh muss frühzeitig von den Alpen abgetrieben werden



1925keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein Sturm legt am 14. und 15 Februar im Außerfern an die 40000 Festmeter Holz um. In Lechleiten (Steeg) wird von der Kapelle der ganze Dachstuhl samt Turm und ein Teil der Mauer durch den Wind weggerissen

Am 27. April wird mit den Umbauarbeiten des vormaligen Heilbades Kreckelmoos zum Krankenhaus begonnen

Josef Fritz sen. und sein Sohn Josef Fritz jun. legen den Grundstein für das Unternehmen 'Holzindustrie Fritz' in Reutte

Im Mai ersteigert die Gemeinde Tannheim den Vilsalp- als auch den Traualpsee

Am 22. Mai geht ein Gewitter mit starkem Hagel über dem Tannheimer Tal nieder. Die Anpflanzungen in den Gärten werden dabei völlig zerstört und auch für die kommende Heuernte wird mit Einbußen gerechnet, da die Felder 'wie gewalzt' aussehen

Mitte Juni richtet ein Waldbrand in den Südhängen der Gehrenspitze einen geringfügigen Schaden an, den die Feuerwehr Lechaschau aber rasch unter Kontrolle bringen kann. Ausgelöst wurde er vermutlich von unvorsichtigen Touristen

Am 19. Juli wird der Abschluss der Arbeiten des neuen Zubaus der Memminger Hütte mit einer Bergmesse gefeiert

Die Simmshütte wird am 1. August ihrer neuen Besitzerin übergeben. Die Sektion Stuttgart erwarb die Hütte von der Sektion Holzgau und baute sie umfassend aus

Mitte September wird aus Tannheim berichtet, dass ein Schulmädchen mit den freihängenden Zöpfen in die Milchzentrifuge geriet und dabei an einer Kopfhälfte sämtliche Haare ausgerissen wurden

Am 29. September brennt das Gasthaus am Vilsalpsee nieder. Der Jagdpächter hatte auch ein paar Räume in dem Gasthaus gepachtet. Er und seine Gäste bemerkten als erste den Rauch an der Westseite des Hauses, für das Hinausschaffen von Hab und Gut blieb aber keine Zeit mehr. Binnen einer Stunde war der Holzbau bis auf die Grundmauern eingeäschert

Bei einem Lawinenabgang bei Lähn wird am 1. Dezember eine rund 40-köpfige Gruppe beim Heutransport überrascht. Von insgesamt 8 Verschütteten konnten 2 nur noch tot geborgen werden
In Holzgau wird am selben Tag ein Bauer - ebenfalls beim Heuziehen - von einer Lawine mitgerissen und getötet

Am 5. Dezember kommt es abermals beim Heuziehen in Holzgau zu einem Lawinenabgang, bei welchem drei Personen verschüttet werden. Einer kann sich gerade noch retten, indem er sich an eine Latsche klammert, für die anderen beiden - zwei Brüder - endet das Ereignis aber tödlich. Sie werden etwa 8 Stunden später als Leichen ausgeschaufelt

In der Nacht zum 18. Dezember bricht aufgrund von Unachtsamkeit ein Brand in Steeg aus. Zwei Bauernhäuser werden dabei vernichtet, die Feuerwehren von Steeg und Holzgau können gerade noch ein Übergreifen auf zwei weitere Gebäude verhindern

45 Wintersportgäste besuchen zu Weihnachten das Tannheimer Tal



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Ein von Garmisch kommender Zug entgleist am 7. April bei Griesen. Ein vermeintlicher technischer Defekt veranlasste den Lokführer sich weit aus dem Fenster zu lehnen, wobei der das Gleichgewicht verlor und aus dem fahrenden Zug stürzte. Der somit führerlose Zug sprang in Folge aus den Geleisen

Die Zugspitzbahn bei Ehrwald wird feierlich eröffnet

Am 14. Juni besucht Bundespräsident Dr. Hainisch das Außerfern. Er macht Station in Ehrwald und besichtigt die neu errichtete Zugspitzbahn. Danach reist er über Kreckelmoos und Vils weiter.
Am 15. Juni gelangt er nach Holzgau um dort eine Delegation von Rinderzüchtern zu treffen und die Produktion von Käse in der örtlichen Sennerei zu inspizieren

Die Lechbrücke zwischen Lechaschau und Reutte wird neu errichtet

Am 15. Juli gehen in den Morgenstunden schwere Wolkenbrüche über dem Reuttener Talkessel nieder. Der Laimbach tritt über die Ufer und reißt die Brücke der Bundesstraße mit sich, wodurch der Verkehr nach dem Lech- und Tannheimer Tal vorübergehend unterbrochen wird. Die Felder am angrenzenden Ortsteil 'Platten' werden überschwemmt und vermurt. Bei Ehrwald wird die Straße und die Bahnstrecke unter einer Mure begraben

Am 26. August wird der Betrieb des Bergwerks Dirstentritt eingestellt

Ende des Jahres wird ein weiteres Bergbahnprojekt im Zugspitzgebiet vorgestellt. Eine Bahn soll von Ehrwald hinauf zum idyllisch gelegenen Seebensee gebaut werden um das Gebiet um die Coburger Hütte und dem Drachensee leichter zugänglich zu machen

Am 3. Dezember wird in Lechaschau ein junger Mann bei einem Schusswechsel getötet



1927keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Neubau der Brücke zwischen Reutte und Lechaschau

Im neuen Krankenhaus Kreckelmoos beginnt man mit der Arbeit

Am 6. August bricht in der Nacht im Holzgauer Gasthof 'Zum Hirschen' ein Brand aus. Die aus dem Schlaf gerissenen Gäste sprangen zum Teil in Panik aus dem ersten und zweiten Stock des Anwesens und verletzten sich dabei schwer. Zwei Bedienstete und ein Gast wurden während der späteren Branduntersuchungen schließlich als 'völlig verkohlte [...]Leichen' entdeckt. Die Köchin, welche sich zunächst noch durch einen Sprung vom Balkon hat retten können, erlag später im Krankenhaus ihren Verletzungen.
Im Nachhinein wurde bekannt, dass es einige Pannen bei der Alarmierung der Feuerwehr gegeben hatte. Generell befanden sich nur wenige Feuerwehrleute beim Einsatz, da der Brand während der Zeit der Bergmahd - die ungefähr drei Wochen dauerte - geschah und fast der gesamte arbeitsfähige Teil der männlichen Bevölkerung sich Tag und Nacht auf den Anhöhen hoch über den Dörfern befand

Vils begeht am 10. und 11. September die 600-Jahr-Feier zur Stadterhebung. Die Vorbereitungen zu der Festivität werden mit und unter der Leitung von Ignaz Dengel vorangetrieben

Nachdem die DAV-Sektion Regensburg mit ihren vorläufigen Hüttenbauplänen am Roßkarsee letztlich doch ins Stubaital abgewandert waren, trat die Sektion Wartburg-Eisenach in dieser Sache die Nachfolge an um hier ihre 'Eisenacher Hütte' zu errichten

Der Besitzer des Alpenhotels Ammerwald - Gottfried Bunte - erwirbt die Plansee-Hotels Forelle, Seespitze und den Gasthof Fischer am See (Heiterwang) mit dazugehöriger Motorschifffahrt



1928keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Am 15. Februar entstand um 18 Uhr abends durch Kurzschluss im Südflügel der Fabriksanlage der Tiroler Oelwerke GmbH in Reutte ein Brand. Der Südflügel ist dadurch ausgebrannt, die Feuerwehren können aber ein Übergreifen auf die anderen Trakte verhindern

Am 8. März ereignet sich in Bichlbach eine Brandkatastrophe, welcher mehrere Gebäude zum Opfer fallen

In Biberwier legt am 15. April ein junger Mann aus Rache ein Feuer an einer Holzlege. Die Flammen greifen rasch um sich und zerstören den halben Ort

Ein schwerer Sturm fegt am 29. April über das Obere Lechtal hinweg, entwurzelt zahlreiche Bäume und beschädigit einige Dächer von Stadeln und Häusern

Bei Stockach wird zu Pfingsten das Naturfreundehaus "Klause" am Ausgang des Sulztals feierlich eingeweiht

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das Lechtalhaus bei Stockach

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schwere Wetterschäden in Mühl bei Reutte
Schwere Unwetter führen vom 15. bis zum 18. Juli in den Aschauer Bergen zu Murabgängen, welche große Mengen Schlamm und Geschiebe über die Wängler Felder verteilen. Der Leinbach kann nur mit Mühe am Austritt gehindert werden.
Auch die Ammerwald-Straße wird bei den Unwettern schwer beschädigt

Am 27. Juli brennt das nahe des "Hotel Seespitze" gelegene "Touristen-Einkehrhaus" vollständig nieder

In Unterpinswang brennt das Anwesen des Martin Immler bis auf die Grundmauern ab

Anfang August gehen Wilderer im Bereich des Oberen Lechtals um. Der Jagdherr will diese stellen, woraufhin ein Schusswechsel passiert und einer der beiden Wilddiebe offenbar getroffen wird. Am Tag darauf werden die beiden Wilderer im Bockbachtal durch die Gendarmerie angehalten und verhaftet

Das ehemalige Bad Kreckelmoos wird formell in ein Allgemeines Krankenhaus umgewandelt

Die Münchner Alpenvereinssektion 'Isartal' kann die etwa ein Jahr währenden Bauarbeiten an der Lorea-Hütte abschließen, am 2. September findet die Einweihungsfeier statt

Am 12. November wird in Tannheim die neue Sennerei eröffnet

Ein Straßenprojekt sieht die Erbauung einer Autostraße von Ehrwald durch das Gaistal über die Pestkapelle und die Tillfußalm nach Leutasch vor



1933keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im Sinne einer Queralpenstraße von Salzburg nach Basel wird der nicht neue Plan einer Verbindungs-Pass-Straße zwischen dem Schloss Linderhof und Füssen erneut angedacht und erste Kredite bewilligt

Die Tausend-Mark-Sperre des Hitler-Regimes bringt den gerade erst aufblühenden Fremdenverkehr gänzlich zum Erliegen

Anfang Juni formieren sich erste Heimatwehrortsgruppen in den Außerferner Gemeinden

Zwischen Lechaschau und Pinswang ist der Freiwillige Arbeitsdienst mit der Regulierung des Lechs beschäftigt

Im Bereich von Pinswang, Vils und im mittleren Tannheimer Tal wird ein Schädlingsbefall durch die sogenannte Maulwurfsgrille (Gryllotalpa gryllotalpa), im Volksmund als Schmotzgrille benannt, verzeichnet. Weite Flächen der Felder sterben hierbei ab, da die Engerlinge der Grillen sämtliche Wurzeln abfressen. Vor allem die angebauten Kartoffeln werden von den Tieren vollständig vernichtet

Am Beginn des November gibt es mehrere Verhaftungen von Nationalsozialisten im Bezirk

Am 8. November ereignet sich ein relativ starkes Erdbeben mit dem Epizentrum im Raum Namlos. In Namlos selbst, bei Vorderhornbach und in Reutte werden zahlreiche Schäden gemeldet

Ende November wird in Fachkreisen die Wiederansiedlung von Steinböcken im Außerfern diskutiert



1945keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 22. Februar wird Reutte von den Amerikanern bombardiert. Acht Opfer unter der Zivilbevölkerung sind zu beklagen. Das eigentliche Ziel, der Bahnhof, bleibt jedoch unbeschädigt

In Vils werden am 27. Februar 5 und in Tannheim 2 feindliche Piloten gefangen genommen. Ihre Maschinen stürzten bei Füssen (?) und Weißenbach ab

Ein einzelner amerikanischer Jäger startet am 20. April einen Angriff auf die Tiroler Zugspitzbahn

Am 28. April überschreiten amerikanische Soldaten die Grenze bei Vils

Am 29. April sprengen deutsche Truppen die Lechaschauer Brücke und die Gemstobelbrücke am Gaichtpass. Bei Grän wird ein erbitterter Kampf um das Engetal geführt. Die Amerikaner schießen den Ort Grän in Brand, woraufhin 15 Häuser den Flammen zum Opfer fallen. 23 Menschen finden den Tod und 5 kommen mit schweren Verletzungen davon

In der Nacht auf den 30. April fällt auch Schattwald unter Granatfeuer

Am 1. Mai besetzen die Amerikaner die Fernpasshöhe

Am 2. Mai bricht um 16:45 Uhr der nationalsozialistische Widerstand im Außerfern zusammen

Am 3. Mai tritt der deutsche Raketenforscher Wernher von Braun und sein Team in Reutte zu den Amerikanern über

Im Gemeindegebiet von Vils zerschellt am 16. Juli - also bereits nach Kriegsende - eine amerikanische Fracht- oder Sanitätsmaschine (?) an einer Felswand. Alle sieben Besatzungsmitglieder finden den Tod, die Maschine (B-17 Flying Fortress) brennt teilweise aus. Die Absturzursache ist nicht bekannt (siehe dazu das Thema "der zweite Weltkrieg im Außerfern")

Eine Feuersbrunst zerstört fünf Häuser und die Kirche von Vorderhornbach

Der Nachkriegswinter kommt mit einer extremen Kälte über das Außerfern

Reutte wird kirchlich von Breitenwang losgelöst



1993keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Die Lechaschauer Brücke wird neu erbaut

Die neue Straße nach Gramais wird fertiggestellt

Der Schattwalder Wannenjoch-Schlepplift wird als Dreier-Sesselbahn neu errichtet