Samstag - 14. Dez. 2019


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Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


Chronikeinträge in denen der Begriff Elbigenalp vorkommt Ich möchte lieber die ganze Chronik erkunden!


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1313keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Bei einem Kampf um die Höhlenburg Schloss Loch gewinnen die Tiroler Landesfürsten gegen ihre Kontrahenten - dem Herzog von Bayern und dem Bischof von Augsburg. Somit wird Pinswang zu einem Tiroler Ort

Der Tiroler Landesfürst überlässt die Burg Falkenstein dem Bischof von Augsburg

Die Herren zu Rettenberg schenken ihre Besitzungen bei Elbigenalp dem Stift Stams



1394keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Die Pfarrei Lechtal (Elbigenalp) wird dem Kloster Füssen einverleibt



1401keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Das Ober- und Unterlechtal wird kirchlich voneinander getrennt. Bis zu diesem Zeitpunkt hatte lediglich ein vom Kloster Füssen abgestellter Pfarrer in Elbigenalp die ganze Talschaft zu betreuen

Die neue Pfarre Holzgau wird gegründet



1558keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In Elbigenalp finden vom 5. bis zum 8. August Verhandlungen über die Gebietsgrenzen im Alperschon statt. Die Interessengruppen werden durch den Pfleger Christoph von Wechningen zu Laudegg, Balthasar Schekh zu Imst, den Sprechern der "Unterthanen" zu Laudegg und der "Gerichtsleute" des Lechtals vertreten



1689keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Eine Lawine, welche auf den Weiler Lähn niedergeht, zerstört 11 Häuser und tötet dabei 21 Menschen.

Auch in den Lechtaler Gemeinden Elbigenalp und Holzgau werden jeweils 4 Häuser verschüttet und Berichten zufolge verunglückten 31 Personen. "Wie die grosse Glocke sei angezogen worden, Donnerstag abends, hab's am Berg einen Schnall gethan"

Hauptmann Veit, Graf von Künigl, postiert sich mit 193 Mann auf der Festung Ehrenberg



1695keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Bittere Kälte in den Wintermonaten

In Elbigenalp wird neben der Säge auch noch eine Mühle "mit gehendem Stein" erbaut



1715keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Bei Elbigenalp wird eine Gerststampfe errichtet



1716keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Im Dezember wird dem Philipp Pohler in Höfen die Genehmigung zum Bau einer Bäckerpfister erteilt



1740keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 4. Februar werden im Bernhardstal bei Elbigenalp 11 Männer beim Heuziehen von einer Lawine verschüttet. Die Bergung der zuletzt gefundenen Leiche fand aufgrund der großen Schneemengen dieses Winters erst im August statt

Am 20. Oktober wird Maria Theresia Erzherzogin von Österreich. Der Österreichische Erbfolgekrieg bricht aus, da mehrere europäische Fürsten eigene Ansprüche auf die Habsburgischen Erblande bzw. das römisch-deutsche Kaisertum erheben. Der Konflikt wächst sich zu einem weltumspannenden Krieg aus

In den Jahren um 1740 wird das Anlegen von Flachsdörren in der Nähe von Behausungen verboten. Es hatte im Vorfeld wohl mehrere Brände durch den Funkenflug beim Dörren gegeben



1765keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im Frühjahr kommt es im Lechtal nach einem heftigen Unwetter zu Überschwemmungen welche die Verarchungen und einige Grundstücke am Lech von Elbigenalp bis Elmen wegreißen



1770keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Aus dem Lechtal befinden sich über 300 Personen als Händler und Kaufleute im Ausland. Die meisten in Deutschland und Holland. Einige reisen bis nach Amerika und einzelne davon wiederum bringen es in Übersee zu ansehnlichem Reichtum. Im Alter kommen einige dieser wohlhabenden Lechtaler Händler in ihr Tal zurück und verbringen in der alten Heimat ihren Lebensabend. In den Gemeinden Elbigenalp, Holzgau und Bach deuten noch zahlreiche reich verzierte Häuserfassaden auf diesen einstigen Wohlstand hin



1775keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Beginn des Hexenprozesses gegen die Maria Anna Schwegelin in der Stiftsstadt Kempten. Sie gilt als letztes Opfer der Hexenverfolgung auf deutschem Boden. Erst 1998 legten Nachforschungen offen, dass das damals ausgesprochene Todesurteil nie vollstreckt wurde. Anna Schwegelin verstarb erst 1781 im Gefängnis, nachdem sie zuvor jahrelang auf der Burg Langenegg inhaftiert war

Den aktuellen Forschungsstand stellte Wolfgang Petz 2007 dar, der inzwischen die gesamten Prozessakten einsehen konnte. Er verfasste das Buch „Die letzte Hexe. Das Schicksal der Anna Maria Schwägelin“

In Elbigenalp und Elmen kommt es zu Überschwemmungen am Fluss Lech

In Bichlbach wird am 23. Dezember für die Fuhrleute von Lähn eine neue Fuhrordnung errichtet. "Die Vorspann soll gleich jener für die Fasslfuhren umgehen. Die Lähner verpflichten sich, im Winter und im Sommer sämtliche passierenden Landfuhrleute unklagbar zu bedienen und ihnen weiterzuhelfen..."



1800keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Anfang Mai zieht ein ganzer Flüchtlingsstrom über mehrere Tage und Nächte hindurch durch das Außerfern in das Innere Tirols

Mitte Mai geben die Österreicher ihre Stellungen in Memmingen und Kempten auf und ziehen sich bis nach Nesselwang und Füssen zurück. Inzwischen kommen aber immer mehr Truppen aus dem innertirolischen Raum mit Kanonen nach Reutte

Im Juli ziehen französische Truppen plündernd und brandschatzend durch Vils, Musau und Pinswang. Ein Waffenstillstandsvertrag teilt das Außerfern in Besatzungszonen auf.
Die linke Seite des Lech fällt an die Franzosen, die rechte Seite wird von den Österreichern besetzt.

Am 22. Juli stoßen französische Truppen bis Elbigenalp vor, das sie für die folgenden sieben Monate belagern. An allen Lechbrücken werden Wachhäuser errichtet. Der Lechtaler Chronist Anton Falger berichtet: "Im Allgemeinen hatte man wenige Klagen über die Franzosen, sie waren lustige Leute, entwendeten wenig; was sie von den Bauern bekamen, wollten sie zwar gut und reinlich, aber nicht viel; den schönen Mädchen waren sie nicht feind, wenn die Mädchen auch auf dem rechten Lechufer waren. Manchmal waren die "Wachen an den Lechbrücken ziemlich streng und wollten Niemand passiren lassen... So zogen denn die fröhlichen Republikaner am 24. Februar 1801 ab; singen, springen und fechten war ihnen am liebsten, einfach und leicht ihre Kleider, der Haarzopf ist mit ihnen verschwunden und als alte Dummheit belacht... Ehe die Franzosen kamen, sahen die Thalbewohner gar häufig Pütze (Geister) und dergleichen Erscheinungen, aber mit Ankunft derselben vergass man darauf; bei den fortwährenden 'Kriegen führte man andere Gespräche', man vergass die Gespenstergeschichten und der Aberglaube nahm ab"
Quelle: Anton Falger und das Lechthal (Christian Schneller; Ferdinandeums-Zeitschrift [1877])



1812keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Bei Füssen sammeln sich große Truppenkontingente aus Italien, welche zum Heer Napoleons einberufen wurden. Auch im Außerfern sammeln sich große Mengen Militärs, im Laufe des März etwa sind im Raum Zwischentoren an die 15000 Mann einquartiert

Auch im Herbst sammeln sich wieder italienische Soldaten bei Füssen um zu der großen Armee Napoleons aufzuschließen

Im Russlandfeldzug Napoleons fallen 27 Lechtaler als Soldaten der bairischen Armee - 30 waren einberufen worden. Von den mehrere Tausend Mann starken italienischen Truppen kehren aus dem Russlandfeldzug gerade mal ein paar Dutzend wieder in die Heimat zurück.
Auch aus fast allen anderen Außerferner Gemeinden bleiben viele Männer im Feld



1837keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Das Landgericht genehmigt am 12. April der Gemeinde Pflach, obwohl dort nur 190 Seelen wohnen und schon zwei Gipsmühlen bestehen, auf Ansuchen der Kreszenz Sprenger eine Gipsmühle, um auch nach Bayern für Bau und Dünger exportieren zu können

Am 29. August zerstört eine Lawine 25 Heustöcke am Heuberg bei Elbigenalp



1841keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
In Elbigenalp kommt die kleine Anna Knittel zur Welt. Später einmal werden sie viele unter dem Namen 'Geierwally' kennen.

Starke Stürme schädigen am 18. Juli Waldflächen und decken ganze Dächer ab

Es wird von einer Viehseuche berichtet

Ein Rechtsstreit über die Eigentumsverhältnisse im Ammerwald beschäftigt das Gericht



1844keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Lawinenabgänge am 28. u. 29. Jänner in Berwang, in Bichlbach, am Fernstein und in Bichlbächle

Beim Abgang einer Staublawine werden in Berwang am 1. Februar 8 Menschen getötet

Am 2. Februar löst sich bei Reutte ein Schneebrett und verschüttet eine Mühle mitsamt deren Bewohnern. Alle Verunglückten können geborgen werden

Im Sulzltal (Holzgau/Bach) kommt am 5. März bei einem Lawinenabgang eine Person ums Leben

Am 12. April zerstört eine Lawine in Elbigenalp mehrere Heupillen und Sennhütten

Im Außerfern werden Fälle von Rinderpest registriert



1851keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Wieder fällt die Kirche und der Pfarrhof von Kaisers den Flammen zum Opfer

Große Schäden bringt ein Hagelschlag am 25. Juli - die Unwetterschneise reicht vom Tannheimer Tal über den Reuttener Talkessel bis nach Lähn in Zwischentoren

Starkregen am 3. August über Außerfern. In Reutte tritt der Lech über die Ufer und ganze Häuser stehen unter Wasser, sodass die Bewohner - nachdem sie eine unruhige Nacht auf den Dächern der Häuser zugebracht hatten - am nächsten Tag mit Flössen in Sicherheit gebracht werden mussten

Bei Pinswang untergräbt der Lech eine Stützmauer und bringt sie zum Einsturz, woraufhin auch bald die Straßentrasse von den Fluten mitgerissen wird

Die Temperaturen im Sommer sind zu kalt und mehrtägige Regenfälle führen zu Überschwemmungen am Lech. Die Lechbrücke bei Elbigenalp-Grießau wird dabei zerstört, auch die Wegtrasse am Gachtpass wird stellenweise weggeschwemmt, genauso wie die Planseestraße am Roßrücken

Wieder Hagelschäden am 10. September im Reuttener Kessel - das 'Grummet' wird dabei unmähbar und die Bauern haben in den Wintermonaten zu wenig Futter für ihr Vieh



1903keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Das Elektrizitätswerk Reutte eröffnet das Kraftwerk Plansee feierlich. Dadurch kann auch die Region Reutte mit elektrischem Strom versorgt werden

Bis auf ein einziges Haus zerstört eine Feuerkatastrophe den gesamten Elmer Weiler Martinau

Am 10. Juli bebt die Erde in Elbigenalp, Elmen, Forchach und Häselgehr. Auch in Imst, Jerzens, Karres und Mils werden die Erdstöße wahrgenommen

Am 11. Juli bricht um halb acht Uhr morgens im Gasthaus Hirschen in Lermoos ein Feuer aus. Der Gasthof und das benachbarte Gebäude brennen vollständig nieder, das Übergreifen auf ein drittes Objekt kann in letzter Sekunde verhindert werden

Zwei Gauner, ein Brüderpaar, wird Mitte Juli nach langer Fahndung im Gipfelbereich des Geißhorns bei Tannheim verhaftet

Am 25. August stürzt der 9-jährige Hirtenbub Alois Neuner am Abstieg vom Hermannskar in Richtung Petersberger Alpe im Bereich des sogenannten Marchloch in den Tod

Im November wird die Installation der Telegrafenverbindung im Lechtal vollendet



1910keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein Sturm fegt am 19. Jänner über Reutte und den Raum Füssen hinweg. Zahlreiche Stromleitungen werden dabei unterbrochen und der Strom fließt erst mehrere Stunden später wieder

Am 22. Jänner geht in den Gazetten die Meldung ein, dass aufgrund des starken Schneefalls die Verbindungswege im Bezirk großteils unterbrochen sind. Am Blindsee hat eine Lawine die Fernpassstraßentrasse verlegt

Ende Jänner wird ein Komet am Abendhimmel über dem Außerfern beobachtet. Ende Mai zeigt sich dann auch der Halleysche Komet über der nordwestlichen Ecke Tirols

Vom Plansee wird berichtet, dass sich der im Vorjahr errichtete Kanal für die Schifffahrt als unbrauchbar erwiesen hat. Den ganzen Mai über kam es nochmalig zu Arbeiten an dem Verbindungskanal, sodass ab dem 1. Juni die Dampfschiffe planmäßig auf den beiden Seen verkehren können

Am 1. Juni eröffnet der Bergführer Fritz Mossauer das direkt am Vilsalpsee gelegene und neu errichtete Unterkunfts- und Schutzhaus 'Schäfhütte'

Mitte Juni (13. bis 15.) Hochwasserkatastrophe im Außerfern und am Lech, welche ein Todesopfer (in Holzgau wird eine Frau vom Höhenbach mitgerissen und ertrinkt) fordert. Auch im Tannheimer Tal gibt es große Schäden in den Dörfern und auf den Feldern. Die Straßenverbindung ist großteils unterbrochen und nur mit Mühe kann der Damm der Vils gehalten werden. Im Ehrwalder Becken sind große Teile der Straßen überflutet. Als Folge gibt es häufig Missernten bei den Kartoffeln, was den Kartoffelpreis in die Höhe treibt. Dort wo die Verheerungen am größten sind wird das Militär zur Beseitigung der Schäden hinzu gerufen

Bei Pinswang wird der aus Eisenschienen gefertigte Steg von den Lechfluten fortgerissen

Erdbeben in Bichlbach (5.0)

Der Reichsstraßenbau im Bereich von Ehrwald kommt lediglich langsam voran. Die geplanten Vorarbeiten zum Bau der neuen Trasse der Mittenwaldbahn geraten dadurch ebenfalls ins Stocken

Am 9. August zieht abends ein Gewitter über dem Reuttener Talkessel auf. In Wängle brennt nach einem Blitzschlag ein bäuerliches Anwesen komplett ab, wobei sämtliches Mobiliar und eine Kuh ein Raub der Flammen werden

Die Ortsgruppe München des Touristenvereines "Die Naturfreunde" erwirbt im August die Musauer Alm

In den Sommermonaten wird der schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten eingestellte Bergbau im Teges- und Gafleintal durch eine deutsche Bergwerks-Gesellschaft wieder aufgenommen

Das Edelweiß wird unter Schutz gestellt

Im November bewilligt der Verkehrsausschuss einen Teil der Geldmittel für die Ausbesserungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Lechtaler Konkurrenzstraße

Am 19. Dezember tagt eine Notstandskommission im Lechtal, mit dem Ziel die wirtschaftlichen Verhältnisse im Bezirk etwas zu heben. Vor allem die Landwirtschaft und und der Handel mit Vieh war einer der drängendsten Punkte. Weiters wurde verlangt: Unterstützung bei der Eigenproduktion von Nahrungsmitteln, bei der Alpwirtschaft, eine Erleichterung der Militärpflicht zum Erhalt der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, Bekämpfung der Landflucht, Unterstützung bei der Lechregulierung, Verstaatlichung der Lechtalerstraße, Straßenverbesserungen speziell in den Seitentälern



1912keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Wieder Hochwasseralarm am Lech Anfang Mai, eine große Mure schädigt den Ort Schattwald. Bei Elbigenalp wird die Fahrbahntrasse weggerissen und mehrere Wohnhäuser sind einsturzgefährdet. Die Planseestraße wird von einer Mure verlegt und auch die Zufahrtsstraße in das Tannheimer Tal ist unpassierbar geworden

In den Räumlichkeiten des 'Gasthof zur Rose' errichtet Adolf Beck eine Brauerei

In Alaska kommt es am 6. Juni zum Ausbruch des Vulkans Novarupta. Die Eruptionen dauern zwei Tage lang an und so gilt das Ereignis mit einer Auswurfmenge von etwa 15 km³ als der größte Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts

Bei Lechaschau wird am Frauensee ein Hotel erbaut und auch am Urisee bei Reutte errichtet man einen Beherbergungsbetrieb für Gäste

Ein Blitzschlag trifft am 6. Juli abends die Pfrontner Hütte, die in der Hütte befindlichen Personen - die Wirtin, deren Sohn und ein Dienstmädchen - verloren dabei das Bewusstsein. Die Wirtin erlangte als erste wieder das Bewusstsein und wollte das noch immer ohnmächtige Mädchen ins Freie tragen, als erneut ein Blitz die Hütte traf und einigen Schaden anrichtete. Später wurde dann der dringend erforderliche Blitzableiter an der Hütte montiert

Am 24. Juli wird in Lechleiten feierlich das für den Übergang am Schrofenpass so wichtige Holzgauer Haus eröffnet

Am 9. September wird wegen starker Regenfälle die Dorfstraße in Tannheim überflutet, auf den Anhöhen schneit es bis knapp oberhalb der Talsohle und das Vieh muss frühzeitig von den Alpen abgetrieben werden



1922keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Der Vilsfall bei Schattwald wird zur Stromgewinnung genutzt und das neue E-Werk eröffnet. Im Tannheimer Tal (ausgenommen Jungholz) gibt es erstmals elektrisches Licht

Am 12. Juli zieht ein Gewitter über das Tannheimer Tal. In dem Dorf Haldensee schlägt ein Blitz in ein Bauernhaus ein, welches in kurzer Zeit nieder brennt

Die Gimpelhütte wird erbaut

Am 3. September kommt der Hirte Ludwig Knittel von der Schochenalpe um den sonntäglichen Gottesdienst zu besuchen. Hinter dem Dorf wird er von der Finanzwache angehalten, seinen Rucksack her zu zeigen um diesen auf Schmuggelware zu durchsuchen. Nach einer kurzen verbalen Auseinandersetzung entreißt der Oberkommissar Knittel den Rucksack mit Gewalt und zieht gleichzeitig seine Dienstwaffe. Dabei löst sich, angeblich versehentlich, ein Schuss. Knittel sackt daraufhin zusammen und versucht sich noch fort zu schleppen, verstirbt aber wenige Minuten nach dem Vorfall.
Der Oberkommissar Scharf, ebenfalls aus Holzgau stammend, meldet das Unglück sofort. Das Geschehene hat sich aber inzwischen im Tal herumgesprochen und so empfängt den Beamten anderntags eine aufgebrachte und wütende Menge. Selbst im Beisein zweier Gendarmen wird Scharf angegriffen und nur mit Not kann der vorläufig entkommen. Mehrere Burschen verfolgen und attackieren ihn jedoch abermals.
Scharf kann sich bis Elbigenalp durchschlagen und verstecken. Eilig wird von Innsbruck aus eine Mannschaft von 50 Gendarmen in das Lechtal entsandt, die kommt aber am selben Tag nur bis Reutte und muss dort Quartier beziehen. Als sie am nächsten Tag ins Lechtal weiter wollen, wird ihnen von den hiesigen Fuhrleuten der nötige Vorspanndienst versagt. Umständlich werden zwei Omnibusse und ein Lastkraftwagen organisiert, um die Fahrt doch noch antreten zu können.
In Elbigenalp stellt sich ihnen jedoch ein großer Teil der Talbewohner in den Weg. Es werden nochmals 30 weitere Gendarmen herbei gerufen um die angespannte Situation in den Griff zu bekommen. Letztlich behielt die Staatsgewalt die Oberhand und verhaftete in Summe fast 40 der Aufständler.
Das Ereignis war nicht nur im Außerfern in aller Munde, sondern sorgte in ganz Österreich für Gesprächsstoff

Mit Ende Dezember wird das Bergwerk Silberleithen in Biberwier stillgelegt