Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


Chronikeinträge in denen der Begriff Berwang vorkommt Ich möchte lieber die ganze Chronik erkunden!




1427keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Bach wird erstmals urkundlich erwähnt

Der Ort Namlos wird der Gemeinde Berwang unterstellt



1430keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Berwang und Namlos werden dem Gericht Ehrenberg einverleibt



1599keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im ganzen Gericht Ehrenberg wird von Seite des Pflegers festgestellt, dass sich durch die Rodfuhren zu viele Rösser auf den Weiden befinden. Durch den hohen Verbrauch an Getreide ergibt sich eine Teuerung, welche auch den "gemeinen Mann" trifft. Für das Folgejahr wird eine Reduktion des Bestandes an Rössern angeordnet

In Berwang flammt die Pest wieder auf

In Innsbruck wird die Glockengießerei Grassmayr gegründet



1843keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
König Maximilian II. von Bayern besucht mit seiner Gattin Marie und seinen Söhnen Ludwig II. und Otto den Ort Berwang



1844keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Lawinenabgänge am 28. u. 29. Jänner in Berwang, in Bichlbach, am Fernstein und in Kleinstockach sowie Bichlbächle. Der bei Fernstein verschüttete 73jährige Johann Sterzinger lag 35 Stunden unter den 16,5 Meter hoch aufgetürmten Schneemassen, konnte aber letztlich gerettet werden. Von den 15 Verschütteten von Kleinstockach konnten lediglich 4 lebend geborgen werden. Die Menschen der lawinengefährdeten Bereiche von Lähn und Wengle wurden bei ansteigender Lawinengefahr evakuiert und im Gemeindehaus untergebracht

In Boden (Pfafflar) stürzt der Kirchturm teilweise ein

Beim Abgang einer Staublawine werden in Berwang am 1. Februar 8 Menschen getötet

Insgesamt 14 Tage ist die Verbindung Reutte - Innsbruck unterbrochen

Im Sulzltal (Holzgau/Bach) kommt am 5. März bei einem Lawinenabgang eine Person ums Leben

Am 12. April zerstört eine Lawine in Elbigenalp mehrere Heupillen und Sennhütten

Im Außerfern werden Fälle von Rinderpest registriert

Viele Maurer aus dem Bezirk Reutte sind mit dem Festungsbau in Ulm an der Donau beschäftigt, da die "inländischen Maurer der hier geforderten Arbeit, die meistens aus rauhen, zum Theil großen Kalksteinen verschiedener Gattung bestehe, nicht bewandert genug, um mit den fremden Maurern konkurriren zu können..."



1859keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 3. Juli ertrinkt bei den Stuibenfällen der 7 Jahre alte, aus Berwang stammende Josef Schmid

Aus: Tiroler Schützen-Zeitung vom 23. Nov. 1859
"Reutte, 19. Nov. (Schillerfeier.) Am 10. d. M. Abends wurde hier von einer gewählten Gesellschaft in den Räumlichkeiten des hiesigen, seiner ausgezeichneten Bedienung wegen allgemein gerühmten Posthauses durch Prolog, Deklamationen, auf das Fest und den gefeierten Dichter bezügliche Vorträge abwechselnd mit sehr präzis ausgeführten musikalischen Konzert-Piécen und mit Bekränzung der Schillerbüste im Strahle bengalischen Feuers auf recht gemüthliche Weise gefeiert. Hiebei gebührt Herrn F. C. Hermann, Fabriksbesitzer dahier, seiner regen und begeisterten Theilnahme wegen das vorzüglichste Verdienst. Ein Freudenfeuer auf dem hohen Säuling am folgenden Abend schloß sich ganz freundnachbarlich aus dem guten Bayerlande unsere Festivität an, da Witterungsverhältnisse des vorhergehenden Abends das Auflackern des Feuers nicht zuließen."



1871keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Schwabenkinder die im Badischen und im südlichen Württemberg verdingt und recht nahe an den Kriegsschauplätzen des deutsch-französischen Krieges untergebracht waren berichteten, dass sie deutlich das donnern der Kanonen vernommen und auch gesehen hatten wie etliche Soldaten in die Lazarette getragen wurden. Auch wurden vereinzelt Krankheitsfälle die die Hütkinder mit nach Hause brachten diesem Umstand zugeschrieben, da vor allem in Baden einige Seuchenherde zu finden waren

Mitte Februar grassieren die Blattern in der Aschau und nur all zu oft werden auch Todesfälle gemeldet. Die Schulen werden geschlossen und an der Lechbrücke ein Wache aufgestellt, die niemanden passieren lässt. Die bevorstehenden Faschingsunterhaltungen werden abgesagt

Mitte Juli gehen heftige Gewitter nieder und lassen den Lech ansteigen. Bei Martinau sind die Bewohner damit beschäftigt, die Wasser abzuwehren, als die 21jährige Anna Mayr von den Fluten erfasst und fortgerissen wird. Man wird sie später als Leiche finden

Am 22. Oktober geht der Bauer Georg Koch von Berwang mit seinen beiden Söhnen (10 und 12 Jahre alt) auf den Berg um das Heu zu holen. An einer gefährlichen Stelle rutscht er aus und stürzt mehrmals aufschlagend über eine Felswand ab und bleibt unterhalb tot liegen

In Österreich-Ungarn wird das metrische System per Gesetz eingeführt



1902keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Georg Schretter wird zum Alleineigentümer eines kleinen Ziegel- und Kalkwerkes. 1904 entdeckt Schretter dann im Falltal bei Vils ein Kalkmergelvorkommen. Schnell erwirbt er die Abbaurechte und beginnt bald darauf mit der Zementproduktion

Der Pächter des Alpengasthofes Ammerwald - Gottfried Bunte - kauft der Marktgemeinde Reutte die Brandruine ab. Er plant ein Alpenhotel an der selben Stelle zu errichten

Am 5. Mai findet die konstituierende Sitzung der neu gegründeten freiwilligen Feuerwehr Holzgau statt

Bei den Postämtern Biberwier, Ehrwald und Lermoos werden Telefonverbindungen nach Garmisch-Partenkirchen, Mittenwald und andere grenznahe Orte aufgebaut und ab dem 1. November in Betrieb genommen

"...eine recht erhabene Feier ging gestern (31. Okt.) im benachbarten Kleinstockach, einer Fraktion der Gemeinde Berwang vor sich. Es handelte sich, das neuerbaute, sehr zweckmäßige und allen Anforderungen der Gegenwart entsprechende Schulhaus in der genannten Fraktionsgemeinde in möglichst feierlicher Weise zu eröffnen..."

Am 21. Dezember um halb 8 Uhr morgens gab es Feueralarm. Im Obermarkt brannte ein Stadel und durch den starken Wind drohte das Feuer auch auf die angrenzenden Gebäude überzugreifen. Dabei verbrannten sämtliche im Stadel gelagerten Futtervorräte und auch die direkt angrenzenden Gebäude wurden stark beschädigt



1904keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Der Bauer Serafin Stark von Mitteregg bei Berwang wird beim Heuziehen von einer Lawine verschüttet - er kann am 23. Jänner nur noch tot geborgen werden

Zwei Münchner Studenten werden am 1. Februar in Ehrwald als vermisst gemeldet. Sie wollten trotz der eindringlichen Warnung des Vermieters auf die Zugspitze steigen. Am 6. Februar fanden Suchkräfte aus Ehrwald die zerschmetterten und tiefgefrorenen Leichen in einer Felsrinne nördlich unterhalb der Wiener-Neustädter-Hütte

Am 15. März bricht in der sogenannten Kübelhütte am Ostende der Stadt Vils ein Brand aus. Durch das rasche Eingreifen der Wehren Vils und Pfronten kann ein größerer Brand verhindert werden

In Reutte wird durch den Nesselwanger Johann Röck eine Brauerei gegründet

Nach langem und zähem Ringen wird auf der Strecke zwischen Griesen und Biberwier ein Stellwagen der Post die Sommermonate über täglich auch den ansonsten abseits der Fernstraße gelegenen Ort Ehrwald anfahren

Am 25 Mai wird der 16 Monate alte Adam Bader - Sohn des Leiters der Poststelle Lermoos - von dem Bierwagen der Brauerei Starkenberg überfahren - er stirbt an einem Schädelbasisbruch

Das am Plansee gelegene Zollamt wird ab 1. Juni über die Sommermonate weiter hinauf in den Ammerwald verlegt

Den Anschluss an das bayerische Telefonnetz erhält Jungholz am 22. Juni

Ein Blitzschlag lässt am 23. Juli ein Haus in Tannheim - Oberhöfen in Flammen stehen. Die herbei geeilte Feuerwehr kann die umliegenden Häuser retten, das Brandobjekt und die darin befindlichen Tiere müssen aber der Feuersbrunst überlassen bleiben

Am 18. Oktober kommt es bei Biberwier während Sprengarbeiten zu einem verhängnisvollen Zwischenfall. Beim Auslösen mehrerer Dynamitladungen war eine nicht abgegangen. Als zwei junge Männer Nachschau halten wollten, explodierte auch diese Ladung und verletzte beide schwer



1910keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ein Sturm fegt am 19. Jänner über Reutte und den Raum Füssen hinweg. Zahlreiche Stromleitungen werden dabei unterbrochen und der Strom fließt erst mehrere Stunden später wieder

Am 22. Jänner geht in den Gazetten die Meldung ein, dass aufgrund des starken Schneefalls die Verbindungswege im Bezirk großteils unterbrochen sind. Am Blindsee hat eine Lawine die Fernpassstraßentrasse verlegt

Ende Jänner wird ein Komet am Abendhimmel über dem Außerfern beobachtet. Ende Mai zeigt sich dann auch der Halleysche Komet über der nordwestlichen Ecke Tirols

Vom Plansee wird berichtet, dass sich der im Vorjahr errichtete Kanal für die Schifffahrt als unbrauchbar erwiesen hat. Den ganzen Mai über kam es nochmalig zu Arbeiten an dem Verbindungskanal, sodass ab dem 1. Juni die Dampfschiffe planmäßig auf den beiden Seen verkehren können

Am 1. Juni eröffnet der Bergführer Fritz Mossauer das direkt am Vilsalpsee gelegene und neu errichtete Unterkunfts- und Schutzhaus 'Schäfhütte'

Mitte Juni (13. bis 15.) Hochwasserkatastrophe im Außerfern und am Lech, welche ein Todesopfer (in Holzgau wird die Elisabeth Mages - geborene Schratz - vom Höhenbach mitgerissen und ertrinkt, wird jedoch erst am 10. Dezember gefunden) fordert. Auch im Tannheimer Tal gibt es große Schäden in den Dörfern und auf den Feldern. Die Straßenverbindung ist großteils unterbrochen und nur mit Mühe kann der Damm der Vils gehalten werden. Im Ehrwalder Becken sind große Teile der Straßen überflutet. Als Folge gibt es häufig Missernten bei den Kartoffeln, was den Kartoffelpreis in die Höhe treibt. Dort wo die Verheerungen am größten sind wird das Militär zur Beseitigung der Schäden hinzu gerufen

Bei Pinswang wird der aus Eisenschienen gefertigte Steg von den Lechfluten fortgerissen

In der Nacht vom 23. auf den 24. Juni versuchen die beiden Petrijünger und Fabrikarbeiter Alois Wagner und Otto Praxmair ihr Glück beim Fischen - sie finden jedoch den Tod. Die Leichen der beiden werden am Morgen des 24. nahe Pflach aufgefunden

Erdbeben in Bichlbach (5.0)

Der Reichsstraßenbau im Bereich von Ehrwald kommt lediglich langsam voran. Die geplanten Vorarbeiten zum Bau der neuen Trasse der Mittenwaldbahn geraten dadurch ebenfalls ins Stocken

Die Stuttgarter Hütte (AV Sektion Schwaben) wird am 1. August feierlich eröffnet

Am 9. August zieht abends ein Gewitter über dem Reuttener Talkessel auf. In Wängle brennt nach einem Blitzschlag ein bäuerliches Anwesen komplett ab, wobei sämtliches Mobiliar und eine Kuh ein Raub der Flammen werden

Die Ortsgruppe München des Touristenvereines "Die Naturfreunde" erwirbt im August die Musauer Alm

In den Sommermonaten wird der schon seit Jahrzehnten und Jahrhunderten eingestellte Bergbau im Teges- und Gafleintal durch eine deutsche Bergwerks-Gesellschaft wieder aufgenommen

Das Edelweiß wird unter Schutz gestellt

Im November bewilligt der Verkehrsausschuss einen Teil der Geldmittel für die Ausbesserungs- und Instandsetzungsarbeiten an der Lechtaler Konkurrenzstraße

Am 19. Dezember tagt eine Notstandskommission im Lechtal, mit dem Ziel die wirtschaftlichen Verhältnisse im Bezirk etwas zu heben. Vor allem die Landwirtschaft und und der Handel mit Vieh war einer der drängendsten Punkte. Weiters wurde verlangt: Unterstützung bei der Eigenproduktion von Nahrungsmitteln, bei der Alpwirtschaft, eine Erleichterung der Militärpflicht zum Erhalt der Arbeitskräfte in der Landwirtschaft, Bekämpfung der Landflucht, Unterstützung bei der Lechregulierung, Verstaatlichung der Lechtalerstraße, Straßenverbesserungen speziell in den Seitentälern



1912keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Wieder Hochwasseralarm am Lech Anfang Mai, eine große Mure schädigt den Ort Schattwald und auch Zöblen. Bei Elbigenalp, Schattwald und Zöblen sind mehrere Wohnhäuser einsturzgefährdet, in der Nähe der Bichlbacher Fraktion Kleinstockach wird die Fahrbahntrasse sowie im Berwanger Tal die Verbindungsbrücke weggerissen und damit der Fuhrwerksverkehr unterbrochen. Die Planseestraße wird von einer Mure verlegt und auch die Zufahrtsstraße in das Tannheimer Tal ist unpassierbar geworden. Bei Bichlbach wird die Bahntrasse stellenweise überspült und die Grundbachbrücke zwischen Bichlbach und Heiterwang wird von den Wassermassen zerstört. Wohl auch deshalb, da die Uferschutzbauten nach dem Hochwasser von 1910 nur eine provisorische Ausführung fanden

In und um Ehrwald kommt es immer wieder zu Raufereien und Auseinandersetzungen zwischen den am Bahnbau beteiligten Arbeitertrupps. Auch am 20. Mai entbrennt ein Streit zwischen Slowenen und Ehrwaldern, wobei nach Aussauge des Blatts "Innsbrucker Nachrichten" ein Familienvater schwer verletzt wird

In den Räumlichkeiten des 'Gasthof zur Rose' errichtet Adolf Beck eine Brauerei

In Alaska kommt es am 6. Juni zum Ausbruch des Vulkans Novarupta. Die Eruptionen dauern zwei Tage lang an und so gilt das Ereignis mit einer Auswurfmenge von etwa 15 km³ als der größte Vulkanausbruch des 20. Jahrhunderts

Bei Lechaschau wird am Frauensee ein Hotel erbaut und auch am Urisee bei Reutte errichtet man einen Beherbergungsbetrieb für Gäste

Ein Blitzschlag trifft am 6. Juli abends die Pfrontner Hütte, die in der Hütte befindlichen Personen - die Wirtin, deren Sohn und ein Dienstmädchen - verloren dabei das Bewusstsein. Die Wirtin erlangte als erste wieder das Bewusstsein und wollte das noch immer ohnmächtige Mädchen ins Freie tragen, als erneut ein Blitz die Hütte traf und einigen Schaden anrichtete. Später wurde dann der dringend erforderliche Blitzableiter an der Hütte montiert

Am 10. Juli wird in Ehrwald die kleine Zita Margaretha Adele Angela Baunzauner (Bandzauner?) - die Tochter des hiesigen Gemeindearztes - getauft. Als Taufpatin agierte keine geringere als Erzherzogin Zita - die Ehefrau Karls IV. und letzte Kaiserin von Österreich (Zita von Bourbon-Parma)

Am 24. Juli wird in Lechleiten feierlich das für den Übergang am Schrofenpass so wichtige Holzgauer Haus eröffnet

Am 26. August kommt es beim Bau der Mittenwaldbahn im Bereich Lähn (bei Reutte) zu einem Unfall eines sogenannten Brückenrollwagens (die Nachrichten über den Ausgang des Unfalls sind aber teils widersprüchlich)

In der Nähe des Almajurjochs wird Anfang September die neu erbaute Leutkircher Hütte feierlich eingeweiht

Am 9. September wird wegen starker Regenfälle die Dorfstraße in Tannheim überflutet, auf den Anhöhen schneit es bis knapp oberhalb der Talsohle und das Vieh muss frühzeitig von den Alpen abgetrieben werden



1924keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up collections_bookmark
Ausferner Bote vom 3. Jänner 1924
"Häselgehr. (Dunkle Weihnachten.) Infolge der katastrophalen Schneefälle und durch die Lawinenabgänge im Gramaisertale wurde der Otterbach, der dem Elektrizitätswerk das Wasser liefert, 3 Tage hindurch oft 4-5 Stunden an einem Tage total abgesperrt. Durch die ungeheuren Stauungen des Wassers wurden die Schneemassen in der Gramaiserschlucht in eine Schneesulze verwandelt und brachen damm mit furchtbarer Gewalt nach Häselgehr durch. Dieses Schauspiel der Natur wissen die ältesten Leute nie und sollte es für Erbauer von Kraftanlagen an Wildbächen eine Warnung sein."

Derselbe Schneefall verursachte auch eine Lawine im Gartnertal bei Lermoos. Die gerade erst neu errichteten Hütten und einige Heustadel wurden weggerissen

Bei Weißenbach wird der Lech reguliert

Am 16. März werden die Bewohner von Vils durch die Sturmglocke aus dem Schlaf gerissen. Das Sägewerk des Herrn Triendl Franz steht in Flammen. Trotz der rasch herbeigeeilten Feuerwehr kann die Säge nicht gerettet werden

Mord-Alarm Mitte Juni in Stanzach: Ein 65-jähriger Stanzacher ermordet die 19-jährige Wirtschäfterin Maria Berwanger aus Grießau brutal. Einige Tage später findet man den Mörder in der Nähe von Namlos erhängt auf

Ein Blitzschlag zerstört die etwa 300 Jahre alte Linde in der Nähe der Kirche von Ehrwald

Beim Holztriften stürzt am 25. Juni der 20jährige Adolf Hammerle in den Alperschonbach und ertrinkt

Vom 31. Juli wird berichtet: 'Es gießt unendlicher Regen herab, von den Bergen stürzen die Bäche. Der Lech und seine Zuflüsse schwollen gewaltig an. Ersterer hat bei Holzgau die Brücke weggerissen und bei Grießau die Straße angebrochen. Bei Bach ging eine Mure über die Straße nieder. Eine Menge Holz treibt durchs Tal hinab. Auch der Hornbach hat Brücken weggerissen und das Getöse der Steinmassen, die er talauswärts rollte, übertönte das Rauschen des Regens. Der Rotlech trug eine ertrunkene Kalbin in den Lech hinaus.'

In Elbigenalp wird das Schulhaus saniert

Der Jagdpächter Carl Schwenk aus Ulm lässt die Hängebrücke bei Forchach errichten, um seine Reviere beiderseits des Lechs zu verbinden

Bei Elmen wird am 22. August der von Rieden (Ehenbichl) stammende Postkutscher Schweißgut durch einen Hufschlag so schwer in der Magengegend getroffen, dass er zunächst in das Spital nach Füssen überführt wird. Dort erliegt er jedoch bald seinen schweren Verletzungen

Die DAV-Sektion Regensburg fasst einen Hüttenbau am Roßkarsee bei Gramais ins Auge: "…eine Gruppe der Sektion Regensburg befand sich auf der Suche nach dem Standplatz der geplanten Regensburger Hütte, die an Stelle der von den Welschen geraubten (Geislergruppe) nunmehr im Roßkar (Lechtaler Alpen) errichtet werden soll. Der Standort dürfte die Hütte zur schönstgelegenen der Lechtaler Hütten machen…".
Darüber hinaus soll die Hütte ganzjährig bewirtschaftet werden, um das "herrliche Skigebiet [im Bereich des Roßkares] zu öffnen"

Wegen der grassierenden Maul- und Klauenseuche wird bereits im Juli das gesamte Gebiet um Warth, Gehren und Lechleiten für den Touristenverkehr gesperrt. Auch der Übergang über den Schrofenpass ist verboten

aus: Innsbrucker Nachrichten vom 2. August 1924


Am 1. Oktober wird das neue Geläute (Kirchenglocken) der Firma Graßmayr in Innsbruck eingeweiht

Der Tannheimer Bürgermeister Bernhard errichtet die erste Dampfbäckerei des Bezirkes

In der Vilser Sennerei werden 4 neue Lehrlinge (Lehrsennerei) zugelassen

Die Sektion Stuttgart des D.u.Oe.A.V. lässt die von der Sektion Holzgau in ihren Besitz übernommene Simmshütte am Fuße der Wetterspitze von Grund auf sanieren

Die Fremdenverkehrs-Saison nimmt einen sehr günstigen Verlauf und die Verschönerungsvereine nehmen Fahrt auf

Im November werden in mehreren Häusern von Vils Fälle von Diphterie bekannt. Um eine Ausbreitung zu verhindern wird die Schule geschlossen

In Biberwier ist eine Zündhölzchen-Fabrikation in Betrieb



1931keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 12. März löst sich am Steinbruch in Hinterbichl eine Felsplatte durch Frostsprengung. Der darunter hantierende Pächter des Steinbruchs, Martin Sepp, wird von der Platte getroffen und dabei so schwer verletzt, dass er kurz nach seiner Überführung in das Krankenhaus Kreckelmoos verstirbt

Mitte März türmen sich die Schneemassen teilweise bis zu 3 Meter hoch. Zahlreiche Dächer werden eingedrückt. Im Tannheimer Tal ist der Verkehr zusammengebrochen und das Postauto steuert das Hochtal für mehrere Wochen nicht mehr an. Die Post bringt der Briefträger mit den Skiern

Am 23. März erschüttert ein Erdbeben um 2 Uhr morgens das Gebiet um Berwang/Namlos

In Tannheim findet am 12. Juli die Erstaufführung des Andreas-Hofer-Spieles in einem eigens errichteten Freiluft-Theater statt

Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 4. August 1931
Am 1. August schlug der Blitz in eine Heuhütte nordwestlich von Häselgehr ein und tötete hiebei drei Männer, und zwar den Bauer Josef Lämmle aus
Griesenau, Vater von drei Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren, den Bauern Emanuel Lang, Vater von fünf Kindern im Alter van drei bis elf Jahren, und den Bauern Franz Berwanger, ebenfalls aus Greisenau, Vater von drei erwachsenen Kindern. Ferner wurden durch den Blitz noch der 38jährige Franz Berwanger jun. und die 20jährige Agnes Berwanger verletzt oder betäubt. Eine unter der Leitung des Gendarmeriepostens Häselgehr stehende Rettungsexpedition brachte alle Genannten zu Tal.
Von anderer Seite wird uns aus Häselgehr berichtet: Am 1. des Monats ging über das Gebiet von Häselgehr ein schweres Gewitter nieder. Auf den Hochbergwiesen, Häselgehrer Bleisen genannt, hatten sieben Personen in einer gemauerten Hütte Unterstand gesucht.
80 Meter davon entfernt befanden sich in einem Zelt die Brüder Singer, die beobachteten, wie ein Blitz in die Mitte der Ortschaft Häselgehr niederfuhr, wo tatsächlich im Gasthof

In Elmen errichten die beiden Brüder Scheiber ein Säge- sowie Elektrizitätswerk

Die Fremdenverkehrszahlen brechen massiv ein und beinahe sämtliche Gästebetten bleiben leer

Auch die Bauernschaft sieht sich in einer misslichen Lage. Am 15. November findet eine Großversammlung der Außerferner Bauern in Reutte statt. Dort berichten sie von ihren Problemen und Nöten und stellen einen Forderungskatalog um Vergünstigungen und Steuersenkungen zusammen

Am 16. Dezember kommt es im Gerichtsgebäude in Reutte zu einem Brand. Dabei werden die oberen Stockwerke vom Feuer zerstört. In die unteren Räumlichkeiten dringt eine Unmenge an Wasser ein, ja es sickert sogar durch das starke Gewölbe in das Parterre

Bei Bach gerät am 24. Dezember der 17 Jahre alte Franz Schratz beim Holzziehen unter den Schlitten, wobei er sich das Genick bricht und stirbt



1937keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Zu Beginn des Jahres werden Pläne für die sogenannte Automobil-Fernstraße Berlin-Rom vorgestellt. Nach zahlreichen Entwürfen und Überlegungen der möglichen Trassierung, kristallisiert sich die Route über das Außerfern und den Reschenpass, hinab durch den Vinschgau als die beste heraus. Durch den Krieg wird das Bauvorhaben jedoch fallen gelassen

Am 1. März bricht am Hof des Josef Pfennig in Heiterwang ein Brand aus, welcher das Anwesen binnen kürzester Zeit einäschert. Das Vieh und ein Großteil des Mobiliars können jedoch gerettet werden

Am 25. April kommt es zwischen zwei Arbeitern des Zementwerks Schretter nach einem Gasthausbesuch zu einer Auseinandersetzung um die Zeche. Der aus der Schweiz stammende Emil Möri (59 Jahre) versetzt dabei dem 30 Jahre alten Franz Striegl (Strigl) von Pflach drei Messerstiche. Striegl konnte sich noch eine Strecke des Weges fortschleppen, brach dann jedoch tot zusammen

Salzburger Volksblatt
Die neu erbaute Jagdhütte des Direktors August Diehn - aus Berlin - auf der Ehrwalder Alm im Bezirk Reutte wurde durch unbekannte Täter ausgeraubt und zum Teil in die Luft gesprengt.

Innsbrucker Nachrichten, 12. Juni 1937


Am Morgen des 15. Juni geht der Bauernsohn Thomas Stricker mit einem Handkarren auf das Feld, Gras zu holen. Bei einem Gatter will er ein abgerissenes Kabel zur Seite werfen - das Kabel steht jedoch noch unter Strom und tötet den 16jährigen sofort

Am 29. Juni verunglückt der Großkaufmann Alois Speckbacher mit seinem Lastwagen am Katzenberg. Er wird mit schwersten Verletzungen in das Krankenhaus Bad Kreckelmoos eingeliefert und notoperiert, erliegt denselben jedoch am nächsten Tag

Anfang August bringt in Nesselwängle der Fällebach große Vermurungen mit sich, aber auch in Rest des östlichen Teils des Tannheimer Tals kam es zu großen Schäden und Vermurungen (Grän, Haldensee, Haller und Nesselwängle)

Der Riegebach verlegt die Straße zwischen Lähn und Lermoos durch eine riesige Mure, mehr als 100 Mann des Militärs werden zur Schadensbeseitigung abgestellt

Alle Straßen im Bezirk sind durch Vermurungen verlegt und auch die Geleise der Mittenwaldbahn wurden an mehreren Stellen verschüttet, woraufhin der Bahnverkehr ins Außerfern gänzlich eingestellt werden musste

Mitte August weilt Sara Ann Delano Roosevelt im Gasthof Alpenhof in Haller bei Nesselwängle, sie ist die Mutter des 32. amerikanischen Präsidenten Franklin D. Roosevelt

Wegen einer defekten Bremse verliert der aus Leipzig stammende Fabrikant Ing. Kurt Patzschke am Nachmittag des 29. August auf der Fahrt von Berwang in Richtung Bichlbach die Kontrolle über seinen Wagen. Das Fahrzeug kommt etwa 15 Meter neben der Straße - nachdem es sich zweimal überschlagen hatte - mit den Rädern nach oben weisend zu liegen. Der Beifahrer Friedrich Rot - Fabrikant aus Garmisch - wurde während des Unfalls aus dem Wagen geschleudert und blieb bewusstlos liegen. Patzschke hingegen liegt unter dem Fahrzeug und ihm wird dadurch der Brustkorb eingedrückt, er verstirbt noch an der Unfallstelle

In Grän wird die neue Genossenschafts-Sennerei eröffnet



1944keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Im Laufe des 22. Januars stürzte ein Bomber der Alliierten Luftstreitkräfte im Bereich des Kreuzkarsees (Hinterhornbach) ab. Eine Bergung der Mannschaft sowie der Maschine konnte in dem steilen Felsterrain nicht durchgeführt werden

Am 14. Februar fallen in Tannheim innerhalb von 24 Stunden 190 cm Neuschnee

Eine Maschine der Wehrmacht stürzt am 24. Juni im Bereich des Vilser Kegels vermutlich wegen dichtem Nebel ab

Am 3. August tobt ein Luftkampf über dem Ehrwalder Becken. Eine Maschine stürzt am Ortsrand von Lermoos in das Moos, 4 Maschinen gehen im Gemeindegebiet von Biberwier nieder (Wampeter Schrofen, Wannig, südöstlich von Biberwier, Brendlkar) und 1 Maschine zerschellt im Bereich der Ehrwalder Alm. Aus den Maschinen wurden insgesamt 16 lebende und 14 tote Besatzungsmitglieder geborgen. Aber auch auf deutscher Seite gab es zahlreiche Abstürze (Jagdflieger): Berwang, Ehenbichl, Grubigstein (Biberwier), Martinau (Elmen), Stanzach und Tuftlalm

Im Hotel Forelle und im Hotel Ammerwald werden Außenstellen des Konzentrationslagers Dachau eingerichtet. Hier werden vorwiegend Häftlinge aus höheren Kreisen interniert



1949keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
Am 1. Juni ereignet sich auf dem Vilsalpsee ein Bootsunglück. Als die mit dem Hüttenneubau der Vilsalpe beschäftigten Leute abends Feierabend machen, fährt ein Teil der Mannschaft mit einem Boot über den See. Etwa in der Mitte des Sees beginnt das überladene Boot mit Wasser voll zu laufen. Bei dem Versuch eine Wendung gegen das Ufer zu machen kentert das Boot schließlich. Während sich der größte Teil der Leute an das Ufer retten können, bleiben der Maurer Johann Fügenschuh (66 Jahre) und der Landarbeiter Gebhard Haller (22 Jahre) verschwunden. Auch weitere Suchaktionen bleiben erfolglos - womit die beiden ihr nasses Grab am Grund des Vilsalpsees gefunden haben dürften

Der erste Berwanger Skilift wird eröffnet

Die Gemeinde Berwang wird verkleinert. Namlos wird mit Kelmen zu einer eigenständigen Gemeinde erhoben

In den frühen Morgenstunden des 1. Juli kommt es in Vorderhornbach zu einem Brandereignis. Dabei brennen das Haus des Benjamin Lechleitner, sowie das Gemeindehaus bis auf die Grundmauern nieder. Zwei weitere, benachbarte Häuser können gerade noch durch den Einsatz der örtlichen Feuerwehr gerettet werden



1968keyboard_arrow_down keyboard_arrow_up
In Berwang ereignet sich ein Lawinenunglück

Das Bezirkskrankenhaus in Ehenbichl wird feierlich eröffnet