Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


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Was war los im Außerfern im Jahr 1939



Es wird von einem sehr schneearmen Winter berichtet

Am Ortsausgang von Steeg stürzt am 23. März der 46 Jahre alte Jagdaufseher Josef Moosbrugger und wird vom Lastwagen des Räumdienstes überrollt und getötet

Ab April beginnen umfangreiche Wildbach- und Flussverbauungen durch den Reichsarbeitsdienst

Innsbrucker Nachrichten vom 26. April 1939

Die ganze Familie verloren

Das Töchterchen in der Vils ertrunken

Tannheim, 25. April. Das zehnjährige Schulmädchen Maria Schedle stürzte, als es am Bachufer Blumen pflücken wollte, bei der oberen Mühle in die Vils. Da der Vorfall nur von noch kleineren Kameradinnen gesehen wurde und diese erst den acht Minuten langen Weg in ihr Elternhaus rannten, wurde Mariechen inzwischen ungefähr dreihundert Meter bis zur Hennemühle fortgeschwemmt und war schon ertrunken, als der von seinen Kindern verständigte Josef Zobl das Mädchen bergen konnte. Alle angestellten Wiederbelebungsversuche blieben erfolglos.
Der bedauernswerte Vater, Georg Schedle, war nach dem Kriege ledig nach Argentinien ausgewandert, war nach einiger Zeit wieder herüber in seine Heimat gekommen und hatte sich eine junge Frau geholt. Als Neuvermählter kehrte er mit ihr nach Argentinien zurück. Nach wenigen Jahren starb ihm dort seine Frau, nachdem sie einem Mädchen und einem Knaben das Leben geschenkt hatte. Weiteres Unglück veranlaßte Schedle dazu, mit seinen zwei Kindern in die Heimat zurückzuziehen. Hier ist ihm nach kurzer Zeit sein Sohn gestorben, und nun sein Töchterchen ertrunken


Der Zweite Weltkrieg bricht aus und beinahe alle wehrfähigen Männer werden zum Kriegsdienst eingezogen

traktor stürzt am gaichtpass gachtpass abgrund

Ein schweres Unwetter lässt im September Teile des bereits während des Erdbebens von 1930 schwer beschädigten Mauerwerks der Ruine Vilsegg einstürzen

Anfang Dezember ist der Sägewerksbesitzer Josef Pfefferkorn in Steeg mit Wartungsarbeiten an der Transmission (Riemenantriebsscheibe) beschäftigt. Dabei wird er durch eigene Unvorsichtigkeit von der Welle erfasst und derart heftig gegen die dahinter befindliche Betonmauer geschleudert, dass er förmlich in Stücke gerissen wird





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