Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


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Was war los im Außerfern im Jahr 1935



Eine Lawine zerstört das Elektrizitätswerk Vorderhornbach

Bei Elmen wird Anfang Februar eine Latschenöl-Brennerei durch eine Lawine zerstört

Am 4. Juni besucht Bundeskanzler Dr. Schuschnigg das Außerfern. Von Reutte aus fährt der Tross in das Tannheimer Tal

Der 12jährige Bäckersohn Johann Schütz überquert am 15. August die Hauptstraße in Reutte, als er vom Postkraftwagen erfasst und zu Boden geschleudert wird - er bleibt mit einem Genickbruch tot liegen

Die Stunde vom 28. August 1935

Der Mord bei Reutte


"Wie die „Stunde“ gestern als erstes Blatt ausführlich berichten konnte, hat sich in der Nähe der bayrisch-österreichischen Grenze
[Pflach] ein geheimnisvoller Mord zugetragen, dem ein 22jähriger Arbeitsloser namens Leikermoser zum Opfer gefallen ist. Wie nun die Feststellungen der Innsbrucker Staatspolizei ergeben haben, hatte Leikermoser vergangenen Freitag in der Wohnung eines Innsbrucker Zuckerbäckers in der Mentelgasse Obdach gefunden und war Samstag gegen halb 9 Uhr abends von zwei Burschen, die sich für Kriminalbeamte ausgegeben hatten, aufgesucht worden. Die zwei Fremden hatten Leikermoser offenbar noch im Hause des Zuckerbäckers mit Chloroform betäubt und ihn dann in einem Auto entführt.

Den polizeilichen Feststellungen zufolge scheint Leikermoser an der überstarken Chloroformdosis gestorben zu sein. Seine Leiche war bekanntlich gefesselt und nur mit Hose und Schuhen bekleidet. Das Bezirkspolizeikommissariat Innsbruck führte noch im Laufe der folgenden Nacht die erforderlichen Erhebungen durch und stellte fest, daß zwei der Täter, und zwar der Teppichhändler Erwin Reindl ehemals Bettelheim und der Tapezierer Engelbert Tusch unmittelbar nach der Tat nach Deutschland geflüchtet sind.
Wegen Verdachtes der Vorschubleistung wurden in Innsbruck zwei Personen, und zwar ein Ingenieur und ein Techniker verhaftet."



collections_bookmark  Detailinformationen und weitere Ereignisse des Jahres 1935

Im Gemeindegebiet Elmen im Lechtal zerstörte eine Lawine eine Latschenöl-Brennerei samt Einrichtung und einen Stadel. Mehrere Orte des mittleren Lechtals sind ohne Licht, da eine Lawine das Elektrizitätswerk Vorderhornbach zerstörte. Auch jetzt noch sind die Täler Hinterhornbach und Namlos durch die Schneemassen unzugänglich.
aus: Salzburger Volksblatt, 11. Februar 1935

Allgemeiner Tiroler Anzeiger vom 8. Mai 1935
Tod durch Blitzschlag. Tannheim, 6. Mai. Heute nachmittags zwischen 2 und 3 Uhr ging ein heftiges Gewitter, von ganz wenig Regen begleitet, über unser Tal. Viele Leute waren bei der Feldarbeit. Die beiden Bauernsöhne Hans Linder und Otto Koch führten Dünger auf die Felder hinter der Fraktion Kienzen und waren gerade daran, den Dünger vom Wagen „abzuziehen". Während ersterer das Pferd führte, war Otto Koch mit Abladen beschäftigt. Plötzlich ein greller Schein — ein scharfer Knall und der erst 24jährige, vorher kerngesunde Bursche lag tot neben dem schreckensbleichen Freunde. Der zur Unglücksstelle eilende Gemeindearzt konnte nur mehr den bereits eingetretenen Tod feststellen.



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