Freitag - 22. Nov. 2019


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Die Zeitleiste - Außerferner Chronik


Was war los im Außerfern im Jahr 1525



Der Bauernaufstand bzw. Bauernkrieg wütet vorwiegend im nordwestlich gelegenen Allgäu am Lauf der Iller bis an die Donau. Aber auch das östliche Allgäu mit Schongau, Steingaden und Füssen sind davon betroffen

Vils und Pinswang werden aufgrund ihrer Grenzlage in den Bauernaufstand verstrickt

Am 31. März wird eilends Kriegsgerät auf Ehrenberg geschafft und die Burg kriegsbereit gemacht. Am 18. April vertreiben Truppen des Tiroler Landesfürsten dann die Aufständischen nach Vils. Füssen wird, um die Gefahr weiterhin kontrollieren zu können und den Sonthofener Walther Bach und seinen Haufen fern zu halten, von den Tirolern besetzt. Allerdings boten die Österreicher nur in dem Fall Hilfe an, wenn die Füssener im Gegenzug mitsamt ihrer Stadt künftig unter die Schirmherrschaft des Erzherzogs Ferdinand sich stellen würden. Zunächst lehnte der Füssener Rat ab, musste sich dann aber, als der Haufen unter Bach immer näher rückte, dem österreichischen Hauptmann Nikolaus von Jurisitsch beugen.

Trotzdem versammelten sich auch im Hinterland im Reuttener Becken am 27. Mai die Bauern des Gerichtes Ehrenberg, sie wollten dem Landesfürsten die Treue nur dann schwören, wenn er im Gegenzug den verhassten, zu der Zeit amtierenden Ehrenberger Pfleger Salamanca aus seinem Dienst entlässt. Der Landesherr willigte ein und versprach einen Tiroler als künftigen Pfleger einzusetzen

Im Allgäu wurden derweil durch die Bauern die Burgen Wolkenberg und Liebenthann, sowie weiter südlich die Nesselburg abgebrannt

Als am 9. April sich die Aufständischen um die Stadt Füssen versammelten um diese einzunehmen, forderte der österreichische Hauptmann sie auf, die nunmehr österreichische Stadt in Ruhe zu lassen

Am 5. Mai standen einige Heerhaufen bei Marktoberdorf, Roßhaupten, Seeg, Pfronten und Nesselwang. Die Burg Eisenberg wurde dabei von diesen eingenommen und geplündert

Um die Streitigkeiten zu beschließen fanden sich am 10. Mai Abgesandte aller Parteien in Füssen ein. Die Hoffnung des Adels, dass die Bauern den Weingartner Vertrag annehmen würden zerschlug sich. So verlasen die Allgäuer ihre Beschwerden und forderten das 'göttliche Recht' in Zwölf Artikeln

Am 12. Mai verheerten sie das Kloster Steingaden. Von der Füssener Besatzung durch Tiroler Knechte - zumeist Erzknappen aus Schwaz - liefen jedoch immer wieder ganze Gruppen zu den Allgäuern über und nur mit Mühe konnte Hauptmann Jurisitsch die Übrigen zum Bleiben überreden

Nur mit Mühe konnte unter den gegnerischen Parteien ein vertragliches Werk zustande gebracht werden, welches beiden Seiten als annehmbar erschien. Letztlich erwies sich dieser Vertrag jedenfalls als nichtig

Bald versammelten sich auch im Hinterland im Reuttener Becken am 27. Mai die Bauern des Gerichtes Ehrenberg, sie wollten dem Landesfürsten die Treue nur dann schwören, wenn er im Gegenzug den verhassten, zu der Zeit amtierenden Ehrenberger Pfleger Salamanca aus seinem Dienst entlässt. Der Landesherr willigte ein und versprach einen Tiroler als künftigen Pfleger einzusetzen

Anfang Juli tobte im benachbarten Allgäu der Kampf der Allgäuer Bauern gegen den Schwäbischen Bund. Namentlich an der Leubas nahe Kempten sollte die Entscheidungsschlacht stattfinden, doch machte die prekäre Versorgungslage und die fehlende militärische Ausbildung der Bauern dem Vorhaben bald ein Ende. Sie flohen zurück in ihre Heimat, oder aber ins Gebirge nach dem nahen Tirol und teils sogar in die Schweiz

Am 25. Juli ritt eine Abteilung des Schwäbischen Bundes vor Füssen um über die Rückgabe der Stadt zu verhandeln. Die Besatzer ließen sich die Straffreiheit der Füssener Bürger schriftlich beurkunden und forderten die Unkosten für die Zeit der Versicherung der Stadt ein





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