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Mäusefänger

Die Jagd auf Schädlinge





Der Rattengiftverkäufer - Paul Gavarni (1887)
Der Mäusefänger hat im Außerfern einen frühen und auch prominenten Vertreter. Niemand geringerer als der heilige Magnus soll bereits im 8. Jahrhundert den Segen über die Fluren gebracht und damit jegliches Ungeziefer vertrieben haben.
So weiß es zumindest die Sage.

Es ist jedoch anzunehmen, dass die Bauern nach dem 'göttlichen Segen' auch selbst noch Hand anlegen mussten um das Problem tatsächlich aus der Welt, oder besser gesagt aus den Feldern zu schaffen. Noch im 17. Jahrhundert war man der Auffassung, dies gelinge am besten durch Abschreckung. Man würde demnach, ähnlich einer öffentlichen Hinrichtung, ein Tier misshandeln und alle anderen würden daraufhin die Flucht ergreifen.

"Man nehme einen Kopff von einer Ratte oder Mauß, ziehe ihm die Haut ab, und lege den Kopff hin, da die Ratten und Mäuse gemeiniglich hinkommen, so werden sie sich alsofort von dannen weg machen, und sämmtlich davon lauffen, als wenn sie bezaubert wären, und nicht wiederkommen."
Kluger Haus-Vater, Johann Joachim Becher (1714)

Auch in den Gemeinden des Außerferns werden in den Chroniken und überlieferten Urkunden immer wieder Lohnzahlungen für Mäusefänger genannt. Neben den mehr oder weniger professionellen Mäusefängern versuchten sich aber auch Kinder und Jugendliche mit dem Fang der kleinen grauen Nager ein Zubrot zu verdienen.





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