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Gottfried Bunte

Fremdenverkehrs-Pionier



Gottfried Bunte wurde am 3. Juli 1871 in Bielefeld (Westfalen) geboren. Er starb am 22. Oktober 1955 und wurde auf dem Friedhof der Pfarre Breitenwang beigesetzt.

Gottfried Bunte - Hotelier
Gottfried Bunte (1871-1955) [1]
In jungen Jahren tätigte Bunte eine Ausbildung im Bereich Tourismus. 1895 pachtet er schließlich den der Marktgemeinde Reutte gehörigen Alpengasthof "Alpenrose" am Plansee (Weiler Plansee; heute nicht mehr erhalten). Bereits zwei Jahre später pachtete er darüber hinaus auch noch die frühere Alpe im Ammerwald, da er hoffte, dass der Weg vom Märchenschloss Linderhof über den Schützensteig nach Neuschwanstein sich einer steigenden Besucherzahl erfreuen würde - womit er letztlich auch recht behielt.

Die zu einer kleinen Wirtschaft ausgebaute Alpe Ammerwald brannte 1901 zur Gänze nieder. Gottfried Bunte kaufte anschließend die Brandruine der Marktgemeinde Reutte ab und errichtete ein noch größeres Anwesen. 1902 wurde dieser neue Bau als Alpenhotel Ammerwald eingeweiht, 1906 erfolgte eine weitläufige Erweiterung mit Pensionshaus und Speisesaal, sowie Gesellschaftsräumen und einer Veranda.

Ab 1910 erfolgte die Durchführung weiterer Zubauten: Wäscherei, Bügelei, Bäckerei und einem eigenen Elektrizitätswerk.

Aber auch andernorts war Bunte tätig. Etwa in Meran, wo er das "Hotel Erzherzog Rainer" in Obermais erwarb und erfolgreich bis 1927 führte. Im Bereich des Plansees erwarb er das "Hotel Forelle" - den Nachfolgebetrieb des alten Gasthof Alpenrose - und das "Hotel Seespitze" (als Versteigerungsobjekt; inkl. Nebengebäude "Villa Gamsbock"). Am Heiterwanger See ging das "Hotel Fischer am See" in seinen Besitz über. 1930 vergrößerte er sein Besitztum nochmals um das "Hotel Tiroler Hof".

Neben seinen Fremdenverkehrsbetrieben engagierte sich Gottfried Bunte jedoch auch politisch als Mitarbeiter des Tiroler Landesverkehrsrats und weiteren Gremien zur Förderung des Tourismus. Weiters trat er auch für die wirtschaftliche Hebung der sogenannten "Westtiroler Großverkehrsstraße" - von Westdeutschland über Westtirol nach Italien und in die Schweiz - ein.

Weitere Vorhaben wurde letztlich durch den Ausbruch des Ersten Weltkriegs verhindert.

Einzelnachweise


1. 'Es waren Fremde', Hans H. Reimer (Foto: Archiv der Evangelischen Pfarrgemeinde Reutte)


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